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Interview mit dem Verleger von Manesse

Ein sehr interessantes Interview mit dem Manesse-Chef Horst Lauinger gibt es heute bei der Zeit.
Interessante Gedanken zu Bildungsbürgertum, Weltliteratur und Kanonisierung.

Bis weit in die sechziger und siebziger Jahre hinein gab es ein intaktes Bildungsbürgertum; Menschen, für die es selbstverständlich war, Shakespeare, Dante, Schiller, oder Goethe gelesen zu haben. Man hatte Schallplatten der Deutschen Grammophon zu Hause stehen und las die Klassiker in edlen Ausgaben. Traditioneller Kulturkonsum gehörte für diese humanistische Trägerschicht, die sich aus Beamten, Ärzten, Juristen, Lehrern, ja sogar aus Politikern zusammensetzte, zum Selbstverständnis, war integraler Bestandteil bürgerlicher Standesehre. Das ist – völlig wertfrei formuliert – in den Siebzigern gehörig ins Wanken geraten, als beispielsweise ein Peter Stein anfing, Klassiker gegen den Strich zu bürsten und allgemein eine kritische Auseinandersetzung mit dem Erbe der Hochkultur einsetzte.

Link zum Interview

Tilman Winterling

Tilman Winterling

Tilman Winterling berät als Rechtsanwalt Verlage, Autoren und andere Kreative im Urheber- und Medienrecht. Als Blogger hat er sich sowohl im Bereich der Literaturkritik als auch -vermittlung in der Branche einen Namen gemacht. Rechtsanwalt Winterling ist zudem als Jurymitglied (u.a. Hamburger Literaturförderpreise) und Moderator von Lesungen tätig, sowie gefragter Interviewpartner (u.a. Deutschlandfunk, Radio Eins), wenn es darum geht verständlich und unterhaltsam über rechtliche Themen und solche des Bloggens zu berichten.
Tilman Winterling

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