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Kategorie: Rezensionen

Literatur!

Ich hoffe alle haben Weihnachten gut überstanden.

Neben meinen Neuerwerbungen und den Geschenken, die nachher noch einen eigenen kurzen Eintrag bekommen sollen, möchte ich kurz eine Rezension eines Buches einschieben, das es mir sehr angetan hat.

Literatur!: Eine Reise durch die Welt der Bücher von Katharina Mahrenholtz, illustriert von Dawn Parisi.

literatur

War mir beim Stöbern bereits aufgefallen und ich hatte es mir vermerkt. Nun hat es sich tatsächlich meine Mutter zu Weihnachten gekauft und damit nicht nur sich, sondern auch mich beschenkt.

Es wird nur so durch den Kanon der klassischen Weltliteratur galoppiert. Die Hauptartikel umfassen nicht mehr als eine Seite und zu besonders wichtigen Autoren und ausgewählten Exoten oder Lieblingen gibt es noch eine Seite Biographie obendrauf. Den Anfang macht “Die Göttliche Komödie” und den Schlusspunkt setzen “Die Korrekturen” . Kurze Inhaltsangaben, die auch große Werke nicht schonen und in denen auch offen zugegeben wird, dass die Schwierigkeit einer solchen von “Auf der Suche nach der verlorenen Zeit” nicht unbedingt (nur) die ungeheure Zahl an Seiten ist, sondern eben auch “dass es seitenlag gar keine Handlung gibt, sondern eher so etwas wie gedankliche Abschweifungen.” Launige Kategorien wie “Smalltalk-Info” oder “Für Einsteiger” enthalten interessante Querverweise auf andere Werke des Autors, den geschichtlichen Hintergrund, die gesellschaftlichen Strukturen zu der Zeit oder der Rezeption des Werks.

Garniert wird das ganze mit eingeschobenen Doppelseiten “Kurz, wichtig” mit halbseitigen Kurzrezensionen anderer Werke der Zeit, Tipps für verschiedene Lesetypen oder auch eine Auswahl schöner Buchanfänge. Als Beispiel für den Mut der Autorin zählt hier zum Beispiel, dass sie mit seinem “Nachts, im Mondschein, lag auf einem Blatt ein kleines Ei” mal eben “Die kleine Raupe Nimmersatt” von Eric Carle in den Kanon der Weltliteratur schummelt. Und eben dieser Mut ist es, der dieses Buch so großartig macht, keine Scheu davor zu haben, dass manche Werke nicht leicht zu lesen sind, manche vielleicht keine Handlung haben oder alles in allem eine schlechte Story, versehen mit der Erläuterung  warum diese aber trotzdem in ein Kompendium der Weltliteratur gehören.

Wenn über der Garnitur noch ein i-Tüpfelchen erlaubt sein darf, die Illustrationen sind witzig und karikaturesk, aber nicht albern und die teilweise auf einer Seite zeichnerisch dargestellten Gesamthandlungen eines ganzen Romans großartig.

Obendrauf, in dem Fall eher untendrauf, gibt es eine Zeitleiste die fortlaufend auf jeder Seite veranschaulich, was zum Zeitpunkt der Veröffentlichung in der Geschichte sonst so los war, hierzu gehört eben durchaus auch das Patent für das Weckglas und die Rolltreppe 1892, aber ebenso das Erscheinen anderer wichtiger Werke in Literatur, Kunst oder Musik.

Das Buch eignet sich für alle! Für den Einsteiger in die Lektüre von Klassikern, weil es Appetit auf mehr macht, für den der neue Anregungen braucht, natürlich auch für den Besserwisser, der gerne mit Wissen über (Nicht)gelesenes prahlen will, aber selbst der Vielleser lernt hier neues. Es macht Spaß die frotzelnden Texte auch über eigene Lieblingsbücher zu lesen und besonders erfreut einen dann noch, dass Bücher wie “Emil und die Detektive” oder die “Fünf Freunde” Erwähnung finden.

Ein alles in allem wundervolles, schön gemachtes Buch!

Aber Achtung! Viele neue Tipps, Anregungen und wieder- oder neuentdeckte Interessen oder Bücher, die man unbedingt lesen muss, haben halt auch viele neue Wünsche zur Folge. Bis jetzt bei mir neu auf die Wunschliste geschafft haben es schon:

Alma Mahler-Werfel – Mein Leben
Klaus Mann – Der Wendepunkt
Ernest Hemingway – Paris, ein Fest fürs Leben
Wolfgang Borchert – Das Gesamtwerk

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Rezension: Station Agent

Habe auf mojoba von dem Film “Station Agent” gelesen und ihn vorhin gesehen.

Der kleinwüchsige Fin erbt eine alte Bahnstation auf dem Land bei New Jersey und nimmt dies zum Anlass endlich der Großstadt und seiner Ausgrenzung zu entfliehen. Auf dem Land versucht er nun die anderen auszugrenzen, aber der junge Hot-Dog-Verkäufer Joe und Olivia drängen sich in sein Leben. Während er zuerst noch bewusst unwirsch alle zurückweist, werden die drei Freunde. So wie Fin mit seiner Kleinwüchsigkeit zu kämpfen hat, haben auch Joe und Olivia ihr Päckchen zu tragen, denn Joe muss sich um seinen kranken Vater kümmern und Olivia versucht den Tod ihres Sohnes und die Trennung von ihrem Mann zu verarbeiten.
Gemeinsam beginnt für die drei die Selbstfindung.

Ein nachdenkliches, aber lebensbejahendes, Drama mit drei sympathischen Charakteren. Das trotz allen Ernstes auch einen feinen Witz hat.

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Tortilla Flat

Hauptfigur ist Danny ein Paisano in Tortilla Flat einer Siedlung oberhalb von Monterey. Eigentlich ein Herumtreiber, nachdem er aus dem Krieg heimgekehrt ist, lebt er von der Hand in den Mund, was die Natur ihm bietet und er sich durch Diebstähle besorgen kann. Dann erbt er zwei kleine Häuser. Eines bewohnt er selber, das andere “vermietet” er an seinen alten Freund Pilon, in dem Bewusstsein von diesem sowieso nie Miete zu erhalten. Immer mehr ziehen in das zweite Häuschen ein und ärgern sich über Danny, der, obwohl er sie immer noch gratis wohnen, lässt in ihren Augen ob seines Eigentums arrogant geworden ist. Als sie eines Nachts aus Versehen das eine Häuschen niederbrennen, ziehen sie aus diesem Ereignis nur die Erkenntnis, dass man Wein nie über Nacht in einem Haus lassen soll. So denn ziehen alle in das verbleibende Haus Dannys ein. Episodenhaften werden immer wieder einzelne Geschichten der Freunde erzählt, die sich hauptsächlich um die Beschaffung von Essen und Wein, aber auch um Geschichten aus der Siedlung und Sex drehen.

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Im Westen nichts Neues

Ich brüte schon fast zwei Wochen an der Aufgabe eine Rezension über dieses Buch zu schreiben, habe fast ein bisschen Angst davor. Bereits während des Lesens sind mir tausend Gedanken durch den Kopf geschossen, ich habe mir viel im Text markiert, Seiten geknickt und angestrichen.

Diese Rezension ist eher ein Versuch, dieses Buch irgendwie zu fassen.

Der 19-Jährige Paul Bäumer hat sich mit seinen Klassenkameraden freiwillig zum Kriegsdienst gemeldet und liegt mit ihnen an der Westfront. Episodenartig werden deren Erlebnisse aus dem Krieg erzählt: Der Besuch im Lazarett bei einem ehemaligen Klassenkameraden, der schwer verwundet, ein Bein amputiert, bereits erkennbar im Sterben liegt. Die Freunde und Kameraden kümmern sich so gut es gehen um ihn, lassen ihm Morphium spritzen, einigen sich aber intern bereits über den neuen Besitzer seiner Stiefel. Paul erinnert sich an seinen sterbenden Freund als Schuljungen und daran, dass in der Uniform eigentlich immer noch dieser Schuljunge steckt.

“Da liegt er nun, weshalb nur? Man sollte die ganze Welt an diesem Bette vorüberführen und sagen:  Das ist Franz Kemmerich, neunzehneinhalb Jahre alt, er will nicht sterben. Lasst ihn nicht sterben!”

Paul berichtet vom militärischen Drill, der Schikane des Unteroffiziers Himmelstoß und wie dieser beispielsweise den “Kindersoldaten” die Bettnässerei abgewöhnen wollte. Er und seine Freunde machen sich in den Schützengräbern Gedanken über ein mögliches Leben nach dem Krieg und realisieren, dass die Schulausbildung sie nicht im entferntesten auf den Krieg vorbereitet hat, ein “normales” Leben und eine Integration in die Gesellschaft erscheint ihnen unvorstellbar – sie erkennen ihre Zukunft als die verlorene Generation.

“Wie kann man das [ihre Bildung, Schulzeit und das geregelte bürgerliche Leben] ernst nehmen, wenn man hier draußen gewesen ist,.”

Paul hat an der Front eine innige Freundschaft mit Kat geschlossen, der für ihn eine Art Ersatzvater darstellt und als Lebenskünstler die jungen Soldaten immer wieder mit Zerstreuung und Essen versorgt. Immer wieder folgt die Schilderung von Kampfeinsätzen: Artilleriefeuer, Giftgasangriffe und Maschinengewehrfeuer.

Paul bekommt Heimaturlaub und findet sich zu Hause nicht mehr zu recht. Er ist unfähig über seine Erlebnisse zu sprechen und verharmlost diese, vor allem vor seiner krebskranken Mutter. Er wird als Frontsoldat zwar anerkannt und auch bewundert, doch ist das Bild der Bevölkerung in der Heimat von den Verhältnissen an der Front völlig falsch und viel zu harmlos, Paul unternimmt allerdings auch gegenüber anderen Erwachsenen keine Aufklärungsversuche.

“Ich finde mich hier nicht mehr zurecht, es ist eine fremde Welt.”

Bei einem Besuch in einer Kaserne begegnet er seinem Freund Mittelstaed, der ihren alten Lehrer ebenso quält wie dieser ihn zu Schulzeiten. Es wird klar, dass im Krieg alle hergebrachten Verhältnisse aufgebrochen werden: so werden die Schüler die Vorgesetzen ihrer Lehrer und Paul nimmt “väterlich” auf seine Mutter Rücksicht.

“Warum muss ich immer der Stärkere und Gefasstere sein, ich möchte doch auch einmal weinen und getröstet werden, ich bin doch wirklich nicht viel mehr als ein Kind […]”

Zurück an der Front gerät er in einen heftigen Angriff, vor dem er sich in einen Bombentrichter rettet und hier in Todesangst einen ebenfalls schutzsuchenden Franzosen erdolcht. Nicht zusammenzufassen sind seine Vorwürfe und seine Gedanken:

“Kamerad, ich wollte dich nicht töten. Sprängst du noch einmal hier hinein, ich täte es nicht, wenn auch du vernünftig wärest. Aber du warst mir vorher nur ein Gedanke, eine Kombination, die in meinem Gehirn lebte und einen Entschluss hervorrief – diese Kombination habe ich erstochen. Jetzt sehe ich erst, dass du ein Mensch bist wie ich. Ich habe gedacht an deine Handgranaten, an dein Bajonett und deine Waffen – jetzt sehe ich deine Frau und dein Gesicht und das Gemeinsame. Vergib mir, Kamerad! Wir sehen es immer zu spät. Warum sagt man uns nicht immer wieder, dass ihr ebenso arme Hunde seid wie wir, dass eure Mütter sich ebenso ängstigen wie unsere und dass wir die gleiche Furcht vor dem Tode haben und das gleiche Sterben und den gleichen Schmerz –. Vergib mir, Kamerad, wie konntest du mein Feind sein. Wenn wir diese Waffen und diese Uniform fortwerfen, könntest du ebenso mein Bruder sein wie Kat und Albert. Nimm zwanzig Jahre von mir, Kamerad, und stehe auf – nimm mehr denn ich weiß nicht, was ich damit beginnen soll.”

Zum Ende sterben wie im Zeitraffer alle Freunde Pauls, nach seiner Verwundung und Genesung im Lazarett, kommt dieser wieder an die Front und wird kurz vor dem Ende des Krieges ebenfalls getötet.

Niemand wird heute tatsächlich den Krieg noch glorifizieren wollen oder gar gutheißen, allzu sehr sind auch wir, die wir nie einen Krieg im eigenen Land erlebt haben, durch unsere Geschichte geprägt. Selbstverständlich dürfte auch jedem halbwegs aufmerksamen Menschen die Absurdität und Grausamkeit desselben einleuchten. Jedoch werde ich von nackten Zahlen und verallgemeinerten Beschreibungen nicht so berührt, wie das die individualisierten Erlebnisse des Paul Bäumers vermochten. Das Schicksal des von Pauls Hand getöteten Franzosen nahm mich mehr mit als die unvorstellbaren der fast 17 Millionen, einfach weil es so ein Gesicht bekam. Die Erinnerungen und Erlebnisse von Paul schildert dieser aber nicht um zu berühren, sondern eigentlich distanziert, die Emotionen sind, wenn, nur die eigenen. Er ist durch den Krieg gezwungen worden, auch wenn er sich freiwillig gemeldet hat, erwachsen zu werden bzw. zu sein; fast väterlich betrachtet er neue Rekruten. Doch hin und wieder realisiert er, dass er eigentlich noch ein Kind ist.

Kein Wort ist hier zu viel, schonungslos wird die Realität des Krieges dargestellt, eine Essenz des Krieges entsteht.

Bereits von den ersten zwanzig Seiten war ich wie gebannt, obwohl keine Spannung im eigentlichen Sinn entsteht und Paul zwangsläufig am Ende sein Leben lässt, lässt einen das Buch nicht los. Die Sprache Remarques ist klar und eben schonungslos. Die Verzweiflung einer ganzen Generation auf knapp zweihundert Seiten:

“Wie sinnlos ist alles, was je geschrieben, getan, gedacht wurde, wenn so etwas möglich ist! Es muss alles gelogen und belanglos sein, wenn die Kultur von Jahrtausenden nicht einmal verhindern konnte, dass diese Ströme von Blut vergossen wurden, dass diese Kerker der Qualen zu Hunderttausenden existieren.”

Zu Weihnachten sollte ich mir eigentlich eine ganze Kiste dieses Buches bestellen und allen, die dieses Buch noch nicht kennen ein Exemplar schenken.

Absolute Leseempfehlung und ein neues Lieblingsbuch!

Paul abschließend über die verlorene Generation:

“Wären wir 1916 heimgekommen, wir hätten aus dem Schmerz und der Stärke unserer Erlebnisse einen Sturm entfesselt. Wenn wir jetzt zurückkehren, sind wir müde, zerfallen,ausgebrannt, wurzellos und ohne Hoffnung. Wir werden uns nicht mehr zurechtfinden können”

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KurzRezension: Das Rainald Grebe Konzert

Ich bin bekennender Fan des Künstlers mit den großen Augen und dem wirren Blick, habe ihn mit seinem Orchester live gesehen, finde, dass auf jedem Album ein paar Hits drauf sind, die man nicht nur auf Grund geistreicher Texte und Wortspiele gerne hört, sondern die man immer und immer wieder hören kann, weil sie gute Musik sind.

Das neue Album, das ich mit großer Vorfreude erwartet habe, weil ich bereits den Song “Krümel” vorab von einem Konzertmitschnitt kannte, enttäuscht mich doch etwas. Man kann sich nicht immer neu erfinden, auch ein Rainald Grebe nicht, der doch z.B. mit dem obenerwähnten Orchester der Versöhnung, mal solo, mal mit Drei-Mann-Kombo immer anders daher kommt, nicht.

Ein autobiographisches Album das mit seinem Geburtsort “Frechen” startet und die “Welt vor meiner [seiner] Geburt” behandelt, sowie “Meine [seine] Familie” und die Probleme der pubertierenden Jugend, eben in “Krümel”.

Doch irgendwie bleibt der Aha-Effekt diesmal aus. Das Album klingt als hätte ich es schon gehört, die Arrangements und vor allem die Themen sind klassische Rainald-Grebe-Arrangements/-Themen. Für mich ragen aber “Künster” und “Krümel” heraus, die doch eben das bewusste Etwas haben und das Alltäglich so ausdrücken, wie wir es nicht, sondern nur er können. Speziell die Beschreibung der Sicht des “kleinen Mannes” auf den Künstler ist sehr gelungen.

Schön gemacht auch das Album an sich, als fotographische Zeitreise: der junge Rainald am Klavier im holzgetäfelten Zimmer vorne, der heutige hinten, innen links der Großvater (?) vor dem Bungalow, rechts Rainald heute.

Spezielles Grebekuriosum: Alle Anhänger des Bionadebiedermeiers, Klein- und Bildungsbürger sind inzwischen Grebe-Fans und merken nicht, dass eben sie besungen werden.

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Der Kontrabaß

Ein literarischer Snack von nicht mal einer Stunde, der aber doch Nachbeben erzeugt.

Der erzählende Kontrabassist sitzt kurz vor der Premiere in seiner akustisch völlig isolierten Wohnung, trinkt Bier und hält einen Monolog. Einleitend versucht er fast die Ehre des Kontrabasses als Orchesterinstrument zu retten, steigert sich aber im Verlauf seiner Rede und in Folge des Bierkonsums in eine immer verbitterte Abrechnung mit seinem Instrument: “Der Kontrabaß ist das scheußlichste, plumpeste, uneleganteste Instrument, das je erfunden wurde.” Er macht diesen für alles was in seinem Leben schiefläuft verantwortlich, vor allem dafür, dass er alleine ist. Seine unausgesprochene Liebe gilt der circa zehn Jahre jüngeren Sopranistin Sarah, wobei er sich nicht einmal sicher ist, ob sie ihn jemals wahrgenommen hat. Immer wieder zieht er Parallelen vom Orchester zur Gesellschaft, will sich zwar nicht beklagen, aber beklagt sich. Der Kontrabass, als seines Erachtens niederstes Instrument des Orchesters, fristet als Instrument ein Schattendasein, so wie er in der Gesellschaft, von der er sich nicht nur akustisch völlig abgeschottet und entfremdet hat. “Wenn die Pauke einmal hinlangt, das hört sich in die letzte Reihe, und jeder sagt, aha, die Pauke. Bei mir sagt kein Mensch, aha, der Kontrabaß, weil ich geh ja unter in der Masse.”

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Bücherwahn

Wie angekündigt habe ich gestern Abend schnell nach meinem Bücherwahn, den des jungen Flaubert gelesen.

Was dieser damals 15-Jährige zu Papier bringt ist stilistisch bereits derart sicher, seine spätere Größe nur noch eine Frage der Zeit. Obwohl ich (eigentlich) kein Freund allzu detaillierter, blumiger Umschreibungen jedes Baums am Wegesrand bin, ist Flaubert einer meine Lieblingsautoren. Einen Grund dafür kann ich gar nicht so genau nennen, am ehesten vielleicht, dass er das Gleichgewicht zwischen Beschreibung und Erzählung hält und so in seinen Bann zu ziehen weiß.

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