Zurück zum Content

Kategorie: Aktuell im Gespräch

Schneckenmühle von Jochen Schmidt

Zugegebenermaßen war mir Jochen Schmidt kein Begriff, aber es gibt Verlage, denen ich vertraue, von denen ich mich belehren lasse und gerne lerne. Der C.H.Beck Verlag feiert dieses Jahr nicht nur 250 Jahre seines Bestehens, sondern ist völlig zu Recht einer der deutschen Vorzeigeverlage und das nicht nur im Belletristik-Betrieb – im Gegenteil sind bei mir bisher vielmehr ihrer Sachbücher durch die Hände gegangen. Nun also das Werk dieses (mir) Unbekannten: Weiterlesen Schneckenmühle von Jochen Schmidt

Hinterlasse einen Kommentar

Florian Illies’ 1913

Es ist schon etwas her, dass ich das neuste Buch von Florian Illies gelesen habe und trotzdem bin ich noch nicht zu der Rezension von “1913” gekommen. Nicht unbedingt, weil das Buch mir nicht gefallen hätte – im Gegenteil, habe ich es doch innerhalb von zwei Tagen gelesen – sondern vielmehr, weil ich nicht genau weiß was ich darüber schreiben soll. Wer Illies kennt, nicht nur aus seinen Büchern, sondern auch aus seinen Beiträgen im Feuilleton der großen deutschen Tageszeitungen, weiß wie gefällig er schreibt. Dazu handelt es sich bei Florian I. um einen Autor, der eine erstaunliche Bandbreite abzudecken weiß: sein gefeiertes “Generation Golf”, sein launiges “Ortsgespräch”, die herrliche Charakterisierung seines Heimatdorfes Schlitz (bei mir zu Hause, direkt um die Ecke) oder eben jene Artikel zu gesellschaftlichen, kulturellen und zeitpolitischen Themen. Weiterlesen Florian Illies’ 1913

3s Kommentare

Die Abenteuer meines ehemaligen Bankberaters

Tilman Rammstedt war im ausgehenden letzten Jahrzehnt so etwas wie ein Shootingstar der jungen, deutschen Literaturszene; spätestens nach dem Ingeborg Bachmann-Preis und seinem “Kaiser von China”. Im Feuilleton war man sich einig: der Mann kann schreiben und ist lustig – schreibt skurrile Romane, die auch noch Kunst sind.
Mit diesen Vorschusslorbeeren ist Rammstedt nun bei mir mit “Die Abenteuer meines ehemaligen Bankberaters” angetreten: Weiterlesen Die Abenteuer meines ehemaligen Bankberaters

3s Kommentare

Die Manon Lescaut von Turdej

Zum Verständnis vorneweg, denn diese Information musste ich mir auch erst anlesen:
Die Manon Lescaut ist eine klassische Frauenfigur die bereits mannigfach verfilmt, vertont (u.a. Puccini), auf die Bühne gebracht (Sternheim) und immer wieder als feststehender Begriff in der Literatur gebraucht wird (z.B. von Turgenev). Sie steht, soweit ich das zu überblicken vermag, für eine Frau, der die Männer scharenweise verfallen, die diese aber auch durch ihren Wankelmut und ihren Leichtsinn (mit sich) ins Verderben reißt; soweit das Nachwort uns lehrt für “Liebe, Schönheit, Verrat und Unglück”. Weiterlesen Die Manon Lescaut von Turdej

Hinterlasse einen Kommentar

Die Kunst des Feldspiels

Manus zweite Rezension, die ich gerne erneut veröffentliche:

die-kunst-des-feldspiels_thumb.jpgHenry Skrimshander ist nicht aufzuhalten. Der hagere Junge mit dem Alles-Fangenden Arm, Werfer der präzisesten Bälle, ist das größte Talent, welches Mike Schwartz je gesehen hat – und er ist immerhin Captain der Baseballmannschaft des Westish College am Lake Michigan! Durch seinen Einfluss und sein Engagement wird Henry schnurstracks für Mannschaft und College rekrutiert – und nicht nur das: Er persönlich kümmert sich um den Neuling, trainiert ihn, motiviert ihn, formt aus ihm einen Modelathleten. Mike und Henry werden beste Freunde, unzertrennlich. Weiterlesen Die Kunst des Feldspiels

2s Kommentare

Das dreizehnte Kapitel

walser_13_kapitel-183x300_thumb.jpgDer Bestsellerautor Basil Schlupp ist zusammen mit seiner Frau auf eine Abendveranstaltung beim Bundespräsidenten geladen, die dieser zu Ehren des Geburtstags eines hochdekorierten Wissenschaftlers gibt. Er sitzt mit der First Lady zusammen an einem der vielen Runden Tische, die bemüht ist Konversation zu betreiben. Mit am Tisch sitzt auch die Frau des Geehrten. Der Abend geht an Basil vorbei, so fasziniert ist er von dieser Maja Schneilin und daher schreibt er ihr wenige Tage später einen Brief. Die Korrespondenz der beiden beginnt. Weiterlesen Das dreizehnte Kapitel

Hinterlasse einen Kommentar

Rezension: In einer Person von John Irving

Es ist mir eine Freude eine erste “Fremdrezension” veröffentlichen zu können. Im Gespräch mit einem Freund haben wir über John Irving gesprochen, den ich ihm nur wärmstens ans Herz legen konnte, was im Erwerb seines neusten Werkes gipfelte. Das Irving-Universum ist ein spezielles. Das sagt Manuel dazu:

4130mF3+EiLDie Laienbühne des – stets Frauenrollen spielenden- Großvaters und die Bücherei der für sein sexuelles Erwachen verantwortlichen Bibliothekarin Mrs. Frost – diese beiden Fixpunkte sind prägend für den 13jährigen William, der vaterlos und mit Sprachfehler im ländlichen Vermont der 50er Jahre aufwächst.
Mit dem smarten Stiefvater Richard, seiner besten Freundin Elaine, sein Schwarm und zugleich seine Nemesis Jacques Kittredge und dem „armen Tom“ erweitert der Erzähler, der sich alsbald als 70 jährige Version der Hauptfigur „outet“ (ein sehr wichtiges Wort in diesem Buch) sein Tableau an Story-tragenden Figuren. Weiterlesen Rezension: In einer Person von John Irving

Hinterlasse einen Kommentar