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Kategorie: Musik

Der König ist tot, es lebe der König!

51-2hAIgCWL._SL500_AA300_Mit ungebrochener Kontinuität bringt Jimi Hendrix auch über 40 Jahre nach seinem Ableben noch neue CDs heraus. Neu aufgelegte Alben, zig Best of-Zusammenstellungen, das “fertige nächste” Album “First Rays of the New Rising Sun”, remasterte Live Mitschnitte und immer wieder auch “bisher unveröffentlichte Songs”. Was als Leichenfledderei und als Versuch der Geldschneiderei irgendwelcher Nachkommen und Rechteinhaber abgetan werden kann, kann für Liebhaber durchaus neue Kleinigkeiten zu Tage fördern und manchmal vielleicht auch neue Fans generieren. Und jetzt kommt “People, Hell and Angels”! Weiterlesen Der König ist tot, es lebe der König!

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Das Feuilleton lügt nicht!

Den im Feuilleton hochgelobten Pop-Künstlern sollte man mit Bedacht gegenübertreten. Jedes ihrer Wort wird so interpretiert, dass sie möglichst gut da stehen – sie können gar nichts falschen denken/sagen/tun, denn den intellektuellen Anspruch kann man bereits in minimalen Gesten erahnen. Ein solcher Liebling der Kulturteile ist Sophie Hunger. Die Tochter der Schweizer Großbürgerfamilie Welti (Papa Diplomat, Opa Reporter, Schauspieler, Autor etc. pp. und mit den beiden Albert Weltis verwandt) geistert seit 2008 als Geheimtipp und inzwischen als von höchsten Stellen anerkannter Popstar durch die Spalten. Damals habe ich in ihr künstlerisches Schaffen reingehört und war nur mittelmäßig begeistert: zu ätherisch, verwaschen. Da sie aber nicht wieder verschwunden ist, der Spiegel sie 2010 als “Pop-Hoffnung” feierte und jedes ihrer weiteren Alben gelobt wird, gab es Chance Nummer 2, jetzt eine richtige, mich zu bekehren.
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Erich mit beiden Händen in der Wäsche

clapton-306-1359473322Die drei prägendsten Gitarristen der Rockmusik? Hendrix, Page und Clapton!
Letzterer geht wieder einmal auf Tour, die Tickets für seine Gastspiele in Hamburg und Köln habe ich mir bereits gesichert, nun auch das zu “betourende” Album: Old Sock. Ähnlich rätselhaft wie der Titel ist auch das Cover des Albums, das vielmehr an den Schnappschuss des 15-jährigen Jungen im Urlaub erinnert, als an die Verpackung eines ernstzunehmenden Tonträgers, fehlt nur noch die Grimasse oder die gespielte Coolness. Aber der Inhalt zählt ja..

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Wagner: Der Ring – Vierteilige Dokumentation

[Die Dokumentation ist hier abrufbar.]

Ich gebe zu mich in der Welt der Oper, trotz Musik-LK, trotz prinzipieller Offenheit, trotz durchaus vorhandener E-Musik-Begeisterung, nicht besonders gut auszukennen.
2013 ist aber Wagner-Jahr, der große Komponist wäre am 22.5. diesen Jahres 200 geworden; der Mann der nicht einfach gemocht oder nicht gemocht werden, sondern nur gehasst oder geliebt, ja vergöttert, werden kann. Eingestimmt habe ich mich bereits mit der Lektüre des Zeit Geschichte Hefts zu Wagner und bin gestern durch Zufall auf eine Dokumentation auf 3sat gestoßen, die wirklich eine richtig starke Einführung in die Welt des Rings bietet. Statt sich das monumentale Opus unkommentiert zu Gemüte zu führen, arbeiten Pianisten, Literaturwissenschaftlicher, Dirigenten, Autoren und Journalisten dieses häppchenweise auf: die zugrundeliegende Geschichte wird erzählt, Themen und Musik am Klavier vorgestellt und erläutert, Orchesterproben und letzlich verschiedene Inzinierungen gezeigt, sich alles chronologisch an der Geschichte entlanghangelnd.

Für Einsteiger, wie mich, genau die richtige Mischung; für Kenner und Liebhaber, sicher auch neues Hintergrundwissen und neue Bilder.

Der erste Teil zum Rheingold lief gestern auf 3sat um 20.15 Uhr und ist hier abrufbar: http://www.3sat.de/mediathek/index.php?display=1&mode=play&obj=35696
Der zweite Teil (Die Walküre) läuft nächsten Samstag dem 13. April ebenfalls um 20.15 Uhr auf 3sat
Teil drei (Siegfried) und vier (Götterdämmerung) die darauffolgenden Samstage (20./27.) gleiche Stelle, gleiche Welle.

[Der erste Teil ist leider nicht mehr abrufbar, dafür aber nun (noch) der zweite unter: http://www.3sat.de/mediathek/index.php?display=1&mode=play&obj=35686 schnell sehen bevor auch dieser verschwindet und am Samstag um 2015 die nächste Folge nicht verpassen!]

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Rezension: Steven Wilson – The Raven That Refused to Sing

Möchte meinen Lesern in der Kürze nur schnell eine, für mich, Neuentdeckung ans Herz legen: Steven Wilson, vormals Gitarrist der Band “Procupine Tree”, mir vorher ebenfalls unbekannt, hat sich in meine Radar gespielt.
Sein neustes Album “The Raven That Refused to Sing” begeistert mich! Der Sänger, Gitarrist, Bassist und Keyboarder Wilson komponiert höchst komplexe Songs, keins unter 5, keins über 13, deren offenkundiger Zauber sich schnell entfaltet, alle Facetten aber erst nach und nach entdeckt werden. Genretechnisch wohl im “Progressive Rock” angesiedelt, jagt er aber, teilweise innerhalb von Minuten, durch so viele Stilrichtungen, dass es einem die Tränen in die Augen treibt: Jazz, Folk, Rock über Blues hin zu Metal. Ein nicht nur als Musiker, sondern auch als Produzent und Songwriter ein absoluter Tausendsassa dieser Mann! Weiterlesen Rezension: Steven Wilson – The Raven That Refused to Sing

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Bildungslücke? Film-Rezension: Les Misérables

Ich liebe Stefan Zweig, aber seine Balzac Biographie ist nicht gut, das beste an ihr, die erst posthum veröffentlicht wurde, sein Hauptwerk werden sollte (in seinen Augen) und nicht ganz fertig wurde, ist (leider leider leider – für Zweig) die paar Seiten Beschreibung Victor Hugos des Tods Balzacs. Daher stand für mich fest, dass ich mich etwas mit dem Schaffen Hugos auseinandersetzen sollte: Der Glöckner von Notre-Dame wartet auf der Liste noch auf mich, auch wenn ich mich eigentlich auf “Die Elenden” oder wie es im Original heißt “Les Misérables” stürzten wollte. Nicht das Buch zum Film, nicht das Buch zum Musical, sondern die Vorlage. Und hier kommt wieder meine Ignoranz: bevor ich wusste, dass die Vorlage von eben diesem größten aller französischen Schriftsteller, so die meisten Franzosen, kommt, habe ich um das Musical einen Bogen gemacht. Dies mag einerseits daran liegen, dass ich Musicals zu meist allzu profan finde (klingt härter als ich das meine) oder an dem Hype, der noch vor ein paar Jahren umging und der Musicalbesuch, nein die Musical-Event-Reise, die Ballonfahrt der 00er Jahre wurde – DAS Geschenk zum 50. Weiterlesen Bildungslücke? Film-Rezension: Les Misérables

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Anstelle eines Nachrufs: Zum 70. Geburtstag

Heute wäre George Harrison 70 Jahre alt geworden.
Statt großer Worte an dieser Stelle nur zwei Höreindrücke.
Aus dem erfolgreichsten Album eines Ex-Beatles (!)

Und das von seinem Sohn und seinen engen Freunden Eric Clapton, Billy Preston und Jeff Lynne beim “Concert for George” gespielte “Isn’t it a pity”

George Harrison (*25.2.1943 †29.11.2001)

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