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Kategorie: Allgemein

Andere Blogs für klassische Literatur

Noch bin ich hier ja ganz am Anfang, aber ich war schon auf der Suche nach anderen Blogs, die sich mit ähnlichen Büchern und Themen befassen. Natürlich gibt es eine Unzahl von Literaturblog aller Art: viel über Krimis, Fantasy und Vampirgeschichten, auch mannigfaltige Seiten mit Leuten, die ihre eigenen Geschichten, Gedichte, Gedanken bloggen, Besprechungen der Verlage ihrer eigenen Bücher, Rezensionen und News zu Neuerscheinungen.

ABER, so scheint mir, Seiten, die ein ähnliches Spektrum wie meine Liste abdecken sind eher selten, gerade solche, die sich explizit mit Klassikern auseinandersetzen.

Trotzdem hier einige Blogs, die mir persönlich auf Grund ihrer Auswahl und/oder Aufmachung gut gefallen:

http://deutschsprachige-literatur.blogspot.de/ (sehr viele schöne Rezensionen querbeet, nicht nur deutschsprachig)
http://www.schoenerlesen.de/ (vier junge Herrn, die auch viele Klassiker im Rezensionsangebot haben)
http://adamitsou.wordpress.com/ (gehört schon zu den Klassikern der Literaturblogs und ist wirklich sehr schön gemacht)
http://synaesthetisch.wordpress.com/ (schöne Kombination aus “Bibliophie und Fotographie”)
http://www.literatur-blog.at/ (“von Lesern für Leser” – bunte, gesunde Mischung)

[Nachtrag] Darf ich nicht vergessen: Mein Lieblingsfilmblog http://www.mojoba.de/blog/

Gehört Euer Blog in meine Liste?

2 Kommentare

TopList

Ich denke darüber nach eine Top-Liste meiner Lieblingsbücher zu erstellen, natürlich dynamisch.

Vorher müsste nur geklärt werden, ob man überhaupt klare Positionen benennen kann oder nur Tendenzen. Vielleicht einfach nur eine Top10 und eine abgestufte Top5.. bin noch unsicher.

Sicher dagegen, dass folgende Bücher dabei wären:

Heinrich Böll – Ansichten eines Clowns

Erich Kästner – Fabian

Johann Wolfgang von Goethe – Die Leiden des jungen Werther

Hermann Hesse – Narziss und Goldmund

Stefan Zweig – Die Welt von Gestern

Klaus Mann – Mephisto

Ödön von Horvath – Ein Kind unserer Zeit

Ludwig Marcuse – Mein zwanzigstes Jahrhundert

Nick Hornby – How to be good

und ganz neu:

Erich Maria Remarque – Im Westen nichts Neues

Wie sähe deine TopList aus?

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Man kommt zu nichts plus Musiktipp

Ich bin momentan etwas eingespannt und kam daher leider diese Woche nicht richtig zum Rezensieren. Soviel kann aber bereits verraten werden: “Im Westen nichts Neues” hat mich umgehauen und bereits nach den ersten 20 Seiten einen bleibenden Eindruck hinterlassen, der aber nur mit einer fundierten Besprechung gewürdigt werden kann.. dafür benötige ich aber etwas Zeit.

Auch gelesen habe ich diese Woche noch “Wer nichts wird, wird Wirt” von Markus Frankl, sozusagen als easy reading Gegenpol, dazu zumindest bei Zeiten eine Kurzeinschätzung/-rezension.

Musiktipp geht schnell. Starker Song, starke Stimme:

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KurzRezension: Das Rainald Grebe Konzert

Ich bin bekennender Fan des Künstlers mit den großen Augen und dem wirren Blick, habe ihn mit seinem Orchester live gesehen, finde, dass auf jedem Album ein paar Hits drauf sind, die man nicht nur auf Grund geistreicher Texte und Wortspiele gerne hört, sondern die man immer und immer wieder hören kann, weil sie gute Musik sind.

Das neue Album, das ich mit großer Vorfreude erwartet habe, weil ich bereits den Song “Krümel” vorab von einem Konzertmitschnitt kannte, enttäuscht mich doch etwas. Man kann sich nicht immer neu erfinden, auch ein Rainald Grebe nicht, der doch z.B. mit dem obenerwähnten Orchester der Versöhnung, mal solo, mal mit Drei-Mann-Kombo immer anders daher kommt, nicht.

Ein autobiographisches Album das mit seinem Geburtsort “Frechen” startet und die “Welt vor meiner [seiner] Geburt” behandelt, sowie “Meine [seine] Familie” und die Probleme der pubertierenden Jugend, eben in “Krümel”.

Doch irgendwie bleibt der Aha-Effekt diesmal aus. Das Album klingt als hätte ich es schon gehört, die Arrangements und vor allem die Themen sind klassische Rainald-Grebe-Arrangements/-Themen. Für mich ragen aber “Künster” und “Krümel” heraus, die doch eben das bewusste Etwas haben und das Alltäglich so ausdrücken, wie wir es nicht, sondern nur er können. Speziell die Beschreibung der Sicht des “kleinen Mannes” auf den Künstler ist sehr gelungen.

Schön gemacht auch das Album an sich, als fotographische Zeitreise: der junge Rainald am Klavier im holzgetäfelten Zimmer vorne, der heutige hinten, innen links der Großvater (?) vor dem Bungalow, rechts Rainald heute.

Spezielles Grebekuriosum: Alle Anhänger des Bionadebiedermeiers, Klein- und Bildungsbürger sind inzwischen Grebe-Fans und merken nicht, dass eben sie besungen werden.

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FAZ-Rezension: Roman mit Kokain

Als großer Manesse Fan wurde ich schon im Sommer auf dieses Buch aufmerksam, das jetzt von der FAZ rezensiert wurde. Definitiv eines für die Wunschliste:

M. Agejew: Roman mit Kokain: Porträt eines süchtigen jungen Mannes – Belletristik – FAZ

Bei meiner Recherche im Sommer hatte ich dazu nur diesen alten Spiegelartikel gefunden:

DER SPIEGEL 20/1986 – Krimi mit Koks

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Der Kontrabaß

Ein literarischer Snack von nicht mal einer Stunde, der aber doch Nachbeben erzeugt.

Der erzählende Kontrabassist sitzt kurz vor der Premiere in seiner akustisch völlig isolierten Wohnung, trinkt Bier und hält einen Monolog. Einleitend versucht er fast die Ehre des Kontrabasses als Orchesterinstrument zu retten, steigert sich aber im Verlauf seiner Rede und in Folge des Bierkonsums in eine immer verbitterte Abrechnung mit seinem Instrument: “Der Kontrabaß ist das scheußlichste, plumpeste, uneleganteste Instrument, das je erfunden wurde.” Er macht diesen für alles was in seinem Leben schiefläuft verantwortlich, vor allem dafür, dass er alleine ist. Seine unausgesprochene Liebe gilt der circa zehn Jahre jüngeren Sopranistin Sarah, wobei er sich nicht einmal sicher ist, ob sie ihn jemals wahrgenommen hat. Immer wieder zieht er Parallelen vom Orchester zur Gesellschaft, will sich zwar nicht beklagen, aber beklagt sich. Der Kontrabass, als seines Erachtens niederstes Instrument des Orchesters, fristet als Instrument ein Schattendasein, so wie er in der Gesellschaft, von der er sich nicht nur akustisch völlig abgeschottet und entfremdet hat. “Wenn die Pauke einmal hinlangt, das hört sich in die letzte Reihe, und jeder sagt, aha, die Pauke. Bei mir sagt kein Mensch, aha, der Kontrabaß, weil ich geh ja unter in der Masse.”

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Bücherwahn

Wie angekündigt habe ich gestern Abend schnell nach meinem Bücherwahn, den des jungen Flaubert gelesen.

Was dieser damals 15-Jährige zu Papier bringt ist stilistisch bereits derart sicher, seine spätere Größe nur noch eine Frage der Zeit. Obwohl ich (eigentlich) kein Freund allzu detaillierter, blumiger Umschreibungen jedes Baums am Wegesrand bin, ist Flaubert einer meine Lieblingsautoren. Einen Grund dafür kann ich gar nicht so genau nennen, am ehesten vielleicht, dass er das Gleichgewicht zwischen Beschreibung und Erzählung hält und so in seinen Bann zu ziehen weiß.

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Verfilmung: Nachtzug nach Lissabon

Mit Literaturverfilmungen ist es ja so eine Sache (lassen wir erstmal so stehen)..

Bin aber gerade durch Zufall auf diese aufmerksam geworden und der Cast scheint sehr vielversprechend; wenn ich mich recht erinnere (ist circa 6 Jahre her, dass ich es gelesen habe) war auch die Story keine schlechte. Ich bin gespannt.

NACHTZUG NACH LISSABON – Teaser Trailer – YouTube

“Wenn es so ist, dass wir nur einen kleinen Teil von dem leben können, was in uns ist – was geschieht mit dem Rest?

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