Zurück zum Content

Autor: Tilman Winterling

Tilman berät als Rechtsanwalt Verlage, Autoren und andere Kreative im Urheber- und Medienrecht. Als Blogger hat er sich sowohl im Bereich der Literaturkritik als auch -vermittlung in der Branche einen Namen gemacht. Rechtsanwalt Winterling ist zudem als Jurymitglied (u.a. Hamburger Literaturförderpreise) und Moderator von Lesungen tätig, sowie gefragter Interviewpartner (u.a. Deutschlandfunk, Radio Eins), wenn es darum geht verständlich und unterhaltsam über rechtliche Themen und solche des Bloggens zu berichten.

Von Bullshitjobs und vergessenen Gesten

In einer Whatsapp-Gruppe, deren Mitglied ich bin, befinden sich fünf Juristen. Diese Gruppe wird hauptsächlich dazu genutzt, digitalen Internetmüll zu perpetuieren und – natürlich – um über das jeweilige Beschäftigungsverhältnis Leid zu klagen. Einer dieser fünf – nach eigener Aussage, sehr glücklich mit seiner Tätigkeit in der Rechtsabteilung einer großen Bank, die noch dazu (angeblich) geistig äußerst fordernd sei und sich ebenfalls nach eigener Aussage im Anspruch auf einem Level mit Raketenwissenschaften befindet – postete vor Wochen einen Artikel aus der FAS. Dieser war eine einseitige Zusammenfassung des Buchs Bullshitjobs: Vom wahren Sinn der Arbeit von David Graeber erschienen bei Klett-Cotta. Wie bei Unternehmensjuristen üblich, hatte er offenbar den Artikel selbst nicht gelesen, sondern wahrscheinlich eine externe Kanzlei damit beauftragt, dies zu tun und dann das Gutachten dazu nicht gelesen, denn in diesem Artikel stand unter anderem, ein klassischer Bullshitjob sei der des Unternehmensjuristen.

 

Sieh dir diesen Beitrag auf Instagram an

 

The usual.⠀ -⠀ #worklife #adultlife #9gag

Ein Beitrag geteilt von 9GAG: Go Fun The World (@9gag) am

Was ist ein Bullshitjob?

David Graeber definiert einen Bullshitjob wie folgt

Ein Bullshit-Job ist eine Form der bezahlten Anstellung, die so vollkommen sinnlos, unnötig oder gefährlich ist, dass selbst derjenige, der sie ausführt, ihre Existenz nicht rechtfertigen kann, obwohl er sich im Rahmen der Beschäftigungsbedingungen verpflichtet fühlt, so zu tun, als sei dies nicht der Fall.
Aus: David Graeber – Bullshitjobs: Vom wahren Sinn der Arbeit

David Graeber BullshitjobsDie fünf Grundtypen von Bullshitjobs erkennt Graeber dabei in den Lakaien, den Schlägern, den Flickschustern, den Kästchenankreuzern und den Aufgabenverteilern. Der Lakai ist nur dafür da die Arbeit derer zu erledigen, die sich den Lakai halten, weil sie es eben können. Streng gesehen ist also nicht der Job des Lakaien Bullshit, sondern der des Chefs. Schläger sind Menschen, deren Tätigkeit ein aggressives Element beinhaltet, die aber – und das ist entscheidend – nur deshalb existieren, weil andere Menschen sie anstellen. Paradebeispiel wären Streitkräfte, die nur deshalb notwendig sind, weil andere Länder ebenfalls Streitkräfte haben. In diese Kategorien fallen für Graeber die meisten Lobbyisten, PR-Spezialisten, Telefonwerber und Unternehmensanwälte. Der Flickschuster wiederum ist nur dafür da Probleme zu lösen, die es eigentlich nicht geben sollte, insbesondere die Fehler auszubessern, die Vorgesetzte verursacht haben. Kästchenankreuzer sind Angestellte, die einem Unternehmen dabei helfen so zu tun als würden sie Dinge tun. Klassisches Beispiel ist die Erledigung von Bürokratie um ihrer selbst willen. Zuletzt der Aufgabenverteiler, der lediglich Arbeit an andere verteilt, er ist das Gegenteil von einem Lakaien, er ist kein unnötiger Untergebener, sondern ein unnötiger Vorgesetzter.

Schon an dieser Einteilung wird ein eklatantes Problem deutlich. Graeber – immerhin Lehrender an der London School of Economics – definiert nicht sauber, sondern plaudert Fallbeispiele daher. Ich vermute, dass dies im Wesentlichen auch mit der Entwicklung des Themas zusammenhängt. Denn Graeber schrieb im August 2013 einen Artikel für das Strike! Magazin, auf den sich eine Vielzahl von Menschen bei ihm meldete und ihre persönliche Bullshit-Job Geschichte erzählten. Ein Großteil des Buchs besteht daher in der Wiederholung von Fallgeschichten, die so nicht unbedingt verallgemeinert werden können.

So kennen viele wahrscheinlich die Geschichte des Mitarbeiter eines spanischen Wasserwerks, der sechs Jahre nicht zur Arbeit kam und das erst auffiel, als er eine Auszeichnung für zwanzig Dienstjahre erhalten sollte oder der andere Vogel, der einfach 24 Jahre der Maloche fernblieb. Das ist auf den ersten Seiten unterhaltsam und hilft dabei ein „Gefühl für das Problem“ zu bekommen, eine wissenschaftliche Problemanalyse sieht aber anders aus.

Hier ist das Problem!

Immer wieder plauderige Beispiele aus der ganzen Welt, geben dem Buch Seiten, dem Leser aber keine neue Erkenntnis. Was Graeber – auf mindestens 150 Seiten zu viel – aber sehr erfolgreich tut, ist, den Leser zu reizen. Er ist pauschal, er ist ungenau und häufig viel zu undifferenziert (was ist z.B. mit all den Jobs, die einfach nur ein bisschen oder zu einem Teil Bullshit sind?) und trotzdem zeigt er Missstände auf, die zweifelsohne existieren. Seit der Lektüre sehe ich die moderne Arbeitswelt anders.

Aus der Peripherie der persönlichen Arbeitswelt des Rezensenten sind beispielsweise solche Aussagen zu hören. „Ja, Kanzlei ist hart, schrubbe 60-80 Stunden, kriege aber auch 110k. Denke ich mache das noch zwei, drei Jahre und dann will ich in eine Rechtsabteilung, auch gut bezahlt, aber ruhige Kugel schieben in einer 40-Stunden-Woche.“ Offensichtlich besteht also der Drang danach weniger zu arbeiten, trotzdem aber „gutes Geld“ zu verdienen. Die ruhige Kugel suggeriert dabei aber stets, dass man den Job eigentlich in kürzerer Zeit ausführen könnte, es aber notwendig ist, 40 Stunden vor Ort zu sein, damit das Gehalt für genau diese Summe verkaufter Zeit gezahlt wird. Es wird also die Zeit gezahlt, nicht die geleistete Arbeit. (Bei Kanzleijuristen ist es in der Regel andersherum: kommt man nicht auf eine gewisse Anzahl abrechenbarer Stunden, vulgo billables, wackelt der Stuhl. Selbstverständlich ist dabei wiederum zu bedenken, dass sich geleistete Arbeit und abrechenbare Arbeit nicht zwangsläufig decken müssen, weder in die eine noch in die andere Richtung.) Vor der Lektüre von Bullshitjobs hätte ich unreflektiert genickt. Denn es ist doch so, dass man 40 Stunden arbeiten muss. Oder nicht?

Wir könnten ohne Weiteres zu einer Freizeitgesellschaft werden und eine 24-Stunden-Arbeitswoche einführen. Vielleicht sogar eine 15-Stunden-Woche. Stattdessen sind wir als Gesellschaft dazu verdammt, den größten Teil unserer Zeit bei der Arbeit zu bringen und Tätigkeiten zu verrichten, von denen wir den Eindruck haben, dass sie für die Welt keinerlei Nutzen bringen.
Aus: David Graeber – Bullshitjobs: Vom wahren Sinn der Arbeit

Eine Lösung wäre fein!

Unbefriedigend bleibt dann aber, dass der Leser nach dem Aufzeigen des Problems alleine gelassen wird.

Wenn es wirklich stimmt, dass bis zur Hälfte der Arbeit, die wir leisten, ohne nennenswerte Auswirkungen auf die Gesamtproduktivität abgeschafft werden könnte, warum verteilt man dann nicht einfach die verbleibende Arbeit so, dass jeder nur einen Vierstundentag hat? […] Aber aus irgendeinem Grund haben wir als Gesellschaftskollektiv entschieden, dass es besser ist, wenn Millionen Menschen viele Jahre ihres Lebens so tun, als würden sie etwas in Tabellenkalkulationen eintragen oder geistige Landkarten für PR-Meetings vorbereiten, statt ihnen die Freiheit zu verschaffen, Pullover zu stricken, mit ihren Hunden zu spielen, eine Garagenband zu gründen, mit neuen Kochrezepten zu experimentiere, in Cafés zu sitzen und über Politik […]
Aus: David Graeber – Bullshitjobs: Vom wahren Sinn der Arbeit

Wie also die Umverteilung dieser Arbeit konkret aussehen könnte, wird nicht gesagt, nicht mal angedacht. Das ist für ein weltveränderndes Sachbuch dann doch arg dünn. Ebenso die Lösungsleere nach der Zusammenfassung Graebers „von Studien zur Arbeit“ in

  1. Das Gefühl für die eigene Würde und den Selbstwert verkörpert sich für die meisten Menschen darin, dass sie mit Arbeit ihren Lebensunterhalt verdienen.
  2. Die meisten Menschen hassen ihren Job.

Welche Studien er da ausgewertet hat oder was diese aussagen, behält der Autor geflissentlich für sich. Was die Leute dann in ihrer ganzen freien Zeit dann treiben sollen, weiß ich daher auch nicht (– aber es ist natürlich immer noch besser nach eigenem Gusto rumzulungern als nur Bullshit zu machen.)

Das Arbeiten „nach der Uhr“ führt zu der Absurdität, dass Leute Zeit einfach nur absitzen oder so tun als würden sie etwas produktives machen, nur damit sich der Chef nicht eine total sinnlose Beschäftigung ausdenkt – die dann wiederum Bullshit par excellence ist.

Bedingungsloses Grundeinkommen?

Philpp Blom Was auf dem Spiel stehtBullshitjobs‘ bester Freund ist die Digitalisierung. Das führt zu weiteren Problemen, denn bisher ist unsere Gesellschaft so zugeschnitten, dass nur Geld bekommt, wer dafür arbeitet. Für viele Tätigkeiten ist heute aber kein trotteliger Mensch von Nöten, sondern das kann wunderbar ein Maschinchen erledigen. Ohne das Geld aus seinem (Bullshit-)Job kann aber das Konsument nicht konsumieren und dem Unternehmer mit seinen Maschinen dessen Produkte abkaufen.

Der Job selbst mag unnötig sein, aber man kann darin kaum etwas Schlechtes sehen, solange er die Möglichkeit schafft, damit die eigenen Kinder zu ernähren. Man kann fragen, was das für ein Wirtschaftssystem ist, das eine Welt schafft, in der man die eigenen Kinder nur dann ernähren kann, wenn man sich während eines großen Teils seiner wachen Stunden mit nutzlosen Übungen im Kästchenankreuzen beschäftigt oder Probleme löst, die es eigentlich gar nicht geben sollte. Man kann die Frage aber ebenso gut auch auf den Kopf stellen und fragen, ob das alles wirklich so nutzlos ist, wie es scheint, wenn das Wirtschatsystem, das solche Jobs geschaffen hat, die Menschen in die Lage versetzt, ihre Kinder zu ernähren.
Aus: David Graeber – Bullshitjobs: Vom wahren Sinn der Arbeit

Auf den letzten Seiten bietet daher Graeber immerhin für die Frage nach dem „Wer soll das (Produkte) alles bezahlen?“ das bedingungslose Grundeinkommen an. Gleiches tut auch Philipp Blom in seinem bei Hanser erschienen Buch Was auf dem Spiel steht. Bloms Buch liest sich wie eine abgespeckte, unaufgeregtere Version von Graeber. Selbst wenn dieses ebenso aus einer Vielzahl von Fragen und Fragezeichen besteht, ist dies die eindeutigere Lektüreempfehlung.

Ein oft vorgebrachtes Argument gegen ein bedingungsloses Grundeinkommen ist moralisch oder, um genau zu sein, protestantisch gefärbt. Wer nicht arbeitet, soll auch nicht essen, besagt es, in einer anständigen Gesellschaft gibt es nichts umsonst, auch wenn sich der Staat aus Barmherzigkeit bereitfindet, den Bedürftigsten Unterstützung zukommen zu lassen, die oft mit demütigenden Ritualen und Befragungen auf den entsprechenden Ämtern verknüpft ist. Was aber wird aus diesem Argument, wenn ein Großteil der Bürger eines Landes für die Produktivität der Wirtschaft einfach nicht mehr gebraucht wird? Was wird dann aus dem Menschenrecht auf Würde, geschweige denn dem pursuit of happiness? […]

Diese Änderung, das bedingungslose Grundeinkommen, kommt nicht, weil sie nett oder edel ist, sondern weil sie notwendig ist. Es ist eine der ganze wenigen Neuerungen, die sowohl vom rechten als auch vom linken Spektrum befürwortet wird. Den Linken geht es dabei vornehmlich um soziale Gerechtigkeit und Umverteilung. Rechte Ökonomen und Politiker sehen im Grundeinkommen die einzige Möglichkeit, im Zeitalter von Maschinen noch Konsum und dadurch Wirtschaftswachstum zu ermöglichen. Inzwischen allerdings sind so viele Menschen ohne Erwerbarbeit, in einigen entwickelten Ländern geht die Zahl an die 40 Prozent, und sie wäre noch höher, würde nicht jede Regierung ihre Statistiken schönen. Die Kosten für den Staat sind astronomisch, und doch ist ein wesentlicher Teil der Bevölkerung arm, deprimiert, nutzlos und gedemütigt.
Aus: Philipp Blom – Was auf dem Spiel steht

Vergessene Gesten

Vergessene Gesten Alexander Pschera das vergessene buchWundgeschlagen also von der Erkenntnis des bevorstehenden Untergangs unserer Gesellschaft, las ich noch Alexander Pscheras Vergessene Gesten, das im kleinen Wiener Verlag Das vergessene Buch erschien. Vor dem Hintergrund der Sorge um die Zukunft meiner Kinder und Kindeskinder empfahl mir Pschera mal wieder Urlaubsfotos in ein Album zu kleben, statt nur durchs Handy zu wischen oder mir einen Toast Hawaii zu kredenzen (eine „Geste“, die nun wirklich mal langsam aussterben sollte) oder derlei Unfug mehr. Pscheras Buch kann sich getrost mit dem des rückwärtsgewandten Grafen, der es pflichtschuldig in der BILD am Sonntag erwähnte (die leider ebenfalls nicht vergessene Geste/Tugend des Klüngels), in eine Reihe stellen.

Diese nebenbei verteilte Ohrfeige für ein Buch, das auf den ersten Blick gar nicht in diese Reihe passt, erscheint etwas wahllos und passt doch so hervorragend. Denn wenn man sich vor Augen hält, mit welchen Problem der moderne Mensch in Zukunft (und der gegenwärte Mensch in der Jetztzeit) konfrontiert sein mag (hervorragend zum Laune verderben in dieser Hinsicht auch Yuval Noah Hararis 21 Lektionen für das 21. Jahrhundert) und dies der Gefahr des Aussterbens des Toast Hawaii gegenüberstellt, kann einem doch etwas blümerant werden. Aber so ist es ja immer, die großen Fragen muss jeder für sich selbst beantworten, denn weder Graeber oder Blom noch Schönburg oder Pschera können oder wollen uns dabei helfen. Einer wandelnden Gesellschaft kann man wie der Graf Schönburg begegnen und es sich im Zustand der Verarmung im Porsche Targa gemütlich machen oder wie Pschera, der das Heil der Welt durch das Grüßen des Busfahrers wiederherstellen will, oder man beginnt, statt im Manufactum Katalog zu blättern, damit etwas zu ändern.

1 Kommentar

Andreas Thalmayr/Hans Magnus Enzensberger: Schreiben für ewige Anfänger

Die Verlagsbranche geht seit Jahren vor die Hunde, sagen die Verlagsbranchenmenschen und meinen damit, dass es weniger Leser gibt, die Bücher kaufen. Also „machen“ die Verlagsbranchenmenschen einfach mehr Bücher und fluten damit den Markt. Es bleibt deswegen keine Zeit mehr Titel aufzubauen, weil auch der alte Frühjahrs-/Herbst-Turnus aufgeweicht wurde und sich innerhalb von Monaten, wenn nicht gar Wochen, entscheidet, ob eines der laufend neuerscheinenden Bücher läuft oder nicht. Es gibt viel zu viele Bücher, sagen dann die Verlagsbranchenmenschen.

Umso schöner daher die Worte, die Jo Lendle auf der Buchmessen-Stehgreifparty – eine Stehgreifparty wurde nötig, da eine Reihe kostspieliger Verlagspartys abgesagt wurde – fand

Das Türhütermonopol kommt nicht wieder. Das ist auch so in Ordnung. Etwas anderes aber bleibt: Wir können entscheiden, wofür wir stehen, welche Bücher wir verlegen. Und die Antwort muss sein: Nicht irgendwelche.

Jo Lendle hat natürlich gut reden, denn sein Haus ist – so wie einige viele – genau dafür bekannt, dass man eben nicht auf den Markt schleudert, was verkäuflich erscheint, sondern dem eigenen Anspruch und Selbstverständnis entspricht.

Andreas Thalmayr/Hans Magnus Enzensberger: Schreiben für ewige AnfängerUmso erstaunlicher ist daher die Veröffentlichung eines Buches namens Schreiben für ewige Anfänger: ein kurzer Lehrgang in eben diesem Hanser Verlag. Dieser schmale Band für 16 Euro enthält über zwanzig Briefe eines alten Schriftstellers an einen (fiktiven?) jungen Kollegen. Wer nun aber Schreibtipps erwartete, wird schnell enttäuscht. Hier wird plauderig-onkelhaft erzählt, wie ein Buch „im Betrieb“ entsteht. Das ist auf so unbeholfene Art und Weise langweilig und bemüht, dass man zwangsläufig die Frage auftaucht, warum genau man ein solches Buch veröffentlichen sollte. Beim besten Willen fällt mir kein einziger Mensch ein, dem dieses Buch von Nutzen sein könnte.

Der einzige Grund für einen Verlag ein solches Buch zu veröffentlichen, kann aus meiner Sicht nur sein, dass man dem Autor einen Gefallen schuldete. Andreas Thalmayr ist ein Pseudonym von Hans Magnus Enzensberger, der sonst bei Suhrkamp verlegt wird. Dieses Buch ist leider ansonsten ein einziges Ärgernis.

Hinterlasse einen Kommentar

Gespräch mit Heinrich von Berenberg, Gründer und Verleger des Berenberg Verlages

Angelehnt an den Ausspruch des Historikers Robert Darnton: »In jedem dicken Buch steckt ein dünnes, das schreit: Ich will raus!« erscheinen seit nunmehr 14 Jahren im Berliner Berenberg Verlag Bücher, die selten 200 Seiten überschreiten. “Rhetorisch funkelnde und dezidiert subjektiv gehal­te­ne biografische und autobiografische Literatur und Essays, Bücher zur Zeitgeschichte, seit 2010 hier und da auch hervor­ra­gende Belletristik, zwei Jahre später erschienen die ersten Bände einer kleinen Lyrikreihe”, so der Verlag keineswegs übertrieben über das eigene Programm.

Nach der kürzlichen Lektüre des wunderbaren “Der Geist von Turin” von Maike Albath sprach ich mit dem Verleger Heinrich von Berenberg über die Verlagsarbeit.

In einem Porträt, das im Magazin Cicero im Jahr 2010 über Sie und Ihren Verlag erschien, stand es bereits im Teaser: Zur Zeit der Gründung Ihres Verlages im Jahr 2004 hätte die Buchbranche in der Krise gesteckt, die Gründung eines Verlages sei ein Himmelfahrtskommando, hört man da raus. Wenn ich heute einen Verlag gründete, wäre sicher ebenso zu lesen, die Branche sei gerade in der Krise. Wie lang hält die Krise noch an und wann ist sie überwunden?

Ein Himmelfahrtskommando war die Verlagsgründung bestimmt nicht. Es sind ja zu jener Zeit eine ganze Menge Verlage gegründet worden, einige haben überlebt, andere weniger, einige haben es geschafft, bei größeren Unternehmen als Imprint unterzukommen. Ich bin eigentlich an Krisen nicht so sehr interessiert, denn es hat sie gegeben, solange ich in der Buchbranche tätig bin, also seit Beginn der achtziger Jahre. Da war es die Angst vor dem Fernsehen, heute ist es die, begründete, Angst vor der unübersehbaren Aufspaltung des Aufmerksamkeitsspektrums der möglichen Leser. Die meisten müssen ja ins Iphone schauen oder auf andere Bildschirme. Unsere Leserschaft ist also etwas älter – 40 plus – und interessiert sowohl an den Inhalten als auch an den schönen Büchern, die zum Glück Sammlerinstinkte wecken. Wie es weiter geht, weiß niemand, ich auch nicht. Aber so lange ich lebe – nicht mehr allzu lange – wird es Bücher und einen Buchmarkt immer geben. Ich war soeben ein paar Wochen in Bolivien. Selbst dort, ohne Post, isoliert auf dem zweiten Dach der Welt, gibt es eine überaus lebendige Buchkultur mit beachtlichen Verlagen (ich habe immer noch nicht heraus, wie die das schaffen), so wie es sich für ein Land auf dem literaturbesessensten Kontinent gehört. Dagegen erleben wir hier immer noch eine Krise auf sehr hohem Niveau.

Sie waren über zwanzig Jahre Lektor und Übersetzer bei Wagenbach. Muss man sich die Initialzündung für die Gründung des eigenen Verlages dann so vorstellen, dass einfach die Liste der Bücher, die Sie nicht veröffentlichen durften, zu lang wurde?

Ja, die Tatsache, dass man jahrelang immer wieder Autoren entdeckt und sie weitergeben muss, hat sicher dazu beigetragen, dass der Wunsch, selbst Verleger zu werden, realisiert werden konnte.

Ihr Programm lebt von dem Schwerpunkt autobiografische und biografische Literatur, Essay-Literatur, Memoiren-Literatur. Es findet sich zum Beispiel aber auch ein Roman von Juan Pablo Villalobos dort. Katie von Christine Wunnicke stand letztes Jahr sogar auf der Longlist des Deutschen Buchpreises. Was bringen solche Autoren mit, dass Sie der eigentlichen Programmlinie untreu werden?

Ich habe von Anfang an mir das Vergnügen gemacht, zu jedem Programm stichwortartige Zitate aus den Büchern zu nehmen. Beim ersten Programm hatte ich noch keine eigenen und habe unter anderem Ian Fleming zitiert: „Sag niemals nie“, schon damals mit der Absicht, die Programmlinien bei Bedarf auch mal zu ändern. Wenn Autoren wie Christine Wunnicke oder Maria Sonia Cristoff anfangen Romane zu schreiben, soll ich sie deshalb nach Hause schicken? Nein, und ich muss sagen, dass die Romane dem Programm gut getan haben, zumal sie immer noch so etwas wie die Ausnahme sind.

Sehen Sie bereits Erben Ihrer Idee vom Verlegen? Ich denke z.B. an Sebastian Guggolz, der ebenfalls bei seinem Arbeitgeber aussteigt, um selbst zu gründen und als Kleinverlag genau eine Nische zu bedienen.

Ich sehe eine Menge Kollegen, die ähnliches machen wie ich, aber ich habe noch nie Konkurrenzgefühle gehabt. Was Sebastian Guggolz macht, was Ingo Drzecnik macht, aber auch Christian Kill, Dietrich zu Klampen, Peter Hinke und wie sie alle heißen, nicht zu vergessen die tollen Frauen von Binoki, das ist alles aller Ehren wert, und wir kommen uns niht ins Gehege. Für’s vererben bin ich denn doch noch nicht alt genug.

Es ist kein Geheimnis, dass Sie Abkömmling einer der bekanntesten Bankiersfamilien des Landes sind. Ihre Verlagsgründung ist nun aber wahrlich nicht unpersönliches Mäzenatentum. Sie selbst sind zusammen mit Ihrer Frau der Kopf des Verlages. Ärgern Sie sich dann manchmal doch, nicht einfach einen Scheck für einen anderen geschrieben zu haben?

Oha, für wen hätte ich denn diesen Scheck schreiben sollen? Es ist uns doch gut gegangen und geht uns weiterhin gut. Das Geld im Hintergrund ist ein unverdientes Privileg, und ich fühle mich nach wie vor verantwortlich, damit etwas Sinnvolles anzufangen. Geholfen hat es immer, um die Angst vorm Scheitern ganz weit in den Hintergrund zu drängen, etwas, das glaube ich nötig ist, damit man in Ruhe und mit allem nötigen Ernst ein gutes Programm machen kann.

Lieber Heinrich von Berenberg, vielen Dank für das Gespräch.

heinrich von berenberg cordula Giese
© Cordula Giese

Heinrich von Berenberg wurde 1950 in Hamburg geboren und studierte dort Germanistik und Anglistik. Er war Lektor im Attica-Verlag, im Syndikat Verlag und insgesamt sechzehn Jahre im Verlag Klaus Wagenbach. Von Berenberg war Mitherausgeber der Vierteljahreszeitschrift Freibeuter. 2003 gründete er zusammen mit Petra von Berenberg den Berenverg Verlag in Berlin. Dieser wurde 2010 mit dem Zillmer-Preis der Hamburger Kulturbehörde und 2016 mit dem Kurt-Wolff-Preis ausgezeichnet.

Neben seiner Tätigkeit als Lektor und Verleger ist von Berenberg ebenfalls als Herausgeber und Übersetzer, insbesondere von Roberto Bolaño, tätig, schreibt Artikel und Rezensionen, sowie zahlreiche Vorworte und Einleitungen für Publikationen.

 

Hinterlasse einen Kommentar

Nobilität ist auch ohne Pferd möglich: Die Kunst des lässigen Anstands

Als Abiturient oder Zivildienstleistender las ich Alexander von Schönburgs Kunst des stilvollen Verarmens und fühlte mich, so glaube ich mich zu erinnern, gut unterhalten. Verarmen musste ich zu diesem Zeitpunkt eigentlich nicht wirklich. Die Lebensphase, in der ich mich damals befand, ist im Allgemeinen nicht dafür bekannt, dass man aus dem Vollen schöpfte. Perfekt also vor dem Studium bereits zu wissen wie man aus den begrenzten Mitteln das Beste macht, um während des Jura Studiums trotzdem als edler Herr und nicht als Gernegroß durchzugehen.

Was ich bis heute allerdings aus den sicher vielen guten Tipps erinnere, ist nur der, man solle nicht mit (irgend)einem Auto protzen, ein alter Porsche Targa tue es auch. Der Leser möge kurz seinen Kontostand überprüfen. Sie kennen es, während der Verarmung verpasst man meist den Punkt, an dem es noch die finanzielle Möglichkeit gab einen Porsche Targa zu erwerben. Bei vielen allerdings wäre das Geld für den Targa erstmal zu besorgen, man müsste das Auto kaufen und dann darin stilvoll verarmen. Nichts ist heute einfach, nicht mal arm sein oder arm werden.

Die Themen und der Hintergrund Graf von Schönburg-Glauchaus laden natürlich zu Neid und Missgunst ein. Stefan Volk etwa ätzte im Bücher Magazin in der Rubrik Überschätzte Bücher über Die Kunst des stilvollen Verarmens:

Unangenehm aber ist die kumpelhafte Attitüde, mit der von Schönburg aus seinem Elfenbeinturm des „verarmten Adels“ und längst auf dem Weg zurück in die Chefredaktionen ein munteres „Haltung bewahren“ in die Gosse hinunter trällert. Er selbst hat gut daran verdient, dass er Armut zum besseren „Lifestyle“ verklärte.

alexander graf von schönburg die kunst des lässigen anstands piperNun schlägt der Graf aber trotz der Schelte – weil es sich eben auch gut verkauft – weiter in diese Kerbe (einer von denen da oben, der aber auch mal bei euch hier unten war, erklärt euch, wie echte Gentlemen das mit dem Leben machen und zwar von hier oben) und schreibt weiter über Themen, mit denen er sich gut auskennt, etwa ein Lexikon der überflüssigen Dinge oder über Smalltalk. Das neuste Werk, der langjährige Rowohlt Autor ist nun bei Piper, trägt den Titel Die Kunst des lässigen Anstands.

Adel hat nichts mit Geburt, aber sehr viel mit Kultur zu tun, die man sich aneignen kann. Oder eben nicht. Nicht alles, was der Adel bewirkt hat, war segensreich, aber niemand wird leugnen, dass es ein paar Werte, Traditionen, Denkweisen und tugendhafte Eigenarten gibt, die in Adelskreisen besonders hochgehalten worden sind und ein bewahrenswertes kulturelles Reservoir darstellen.

Wahrscheinlich kann man – wie jedem – Schönburg viele Dinge vorwerfen, z.B. für die Bild zu arbeiten – was man wiederum nicht jedem vorwerfen kann, aber auch jetzt erstmal ein recht pauschales Urteil ist. Man kann ihm aber nicht vorwerfen, dass er langweilig schreibe. Durch die zu erlernenden 27 Tugenden zum anständig Sein rauscht er in plaudernd-plapperndem Ton, paart Aristoteles und Thomas von Aquin mit Minnesang, Alltagsgeschichten mit Geschichte, ja man kann sich sehr gut vorstellen, einfach einen Abend von ihm unterhalten werden zu wollen. Denn offenkundig ist er sowohl klug als auch gebildet. Innerhalb der Kapitel gibt es noch putzige Seiten mit kurzen Fragen wie „Darf ich weiße Anzüge tragen?“ (in nuce: nein) oder „Wann darf ich mit den Fingern essen?“ (Spargel), die der Autor als letzte Instanz zu beantworten weiß. Das wäre alles herrlich kurzweilig, wäre das Buch 250 Seiten kürzer. Unklar bleibt dazu was AvS ist oder tut: Spielt er eine Rolle? Ist er ein Naseweis? Will er belehren oder wirklich nur unterhalten?

Wirklich ärgerlich sind vor lauter Kumpelhaftigkeit (wieder so eine Frage: will er mein Kumpel sein oder mein Lehrer?) dann aber Stellen wie

Wenn ich einer/m militanten LGBT-Aktivist*en gegenüberstehe und mit ihr/ihm/x streite, bringt das, muss ich offen eingestehen, in der Regel das Schlechteste in mir hervor. Ich will sie/ihn/x in Grund und Boden argumentieren, fertigmachen.

Offensichtlich tritt auch auf dem Papier beim bloßen Denken und Schreiben über „LGBT-Aktivist*en“ das Schlechteste im Autor hervor. Selbstverständlich endet der Absatz in einem „ich weiß, dies tut man nicht“, da liegt das Kind aber bereits im Brunnen, und es lässt dann doch vermuten, dass die Monstranz des Anstands vielleicht doch nur ein Deckmäntelchen sein könnte. Das Lustigmachen über Minderheiten finde ich dann unter dem Strich irgendwie höchst unanständig. Nicht nur hier, zwischen den Zeilen stolpert der Leser doch immer mal wieder über ein Vonobenherab. Mach ich es mir am Ende dann zu einfach, wenn ich einfach feststelle, dass es mit meinem eigenen Anstand nicht zu vereinen wäre, zusammen mit Julian Reichelt in der Chefredaktion der Bild zu sitzen? Aber was weiß ich schon über Anstand.

„Obacht, dass Sie im Alter kein Peter Hahne werden“, möchte man von Schönburg zum Schluss noch zurufen, wenn er im Buchmarkt Gespräch sagt, es ginge in seinem Buch „um unsere komplette Orientierungslosigkeit, den Verlust aller zeitlosen Werte, Maßstäbe und Standards. Seit 50 Jahren erleben wir eine fortwährende Destruktion und Verwüstung von allen jemals existierenden Wertesystemen.“

1 Kommentar

Vox: zu diesem Buch fallen mir keine 100 positiven Worte ein

„O lala“, denkt der geneigte Leser, „diesen Roman muss ich also gelesen haben, um mitreden zu können. Ein Buch über das Schweigen, über das ich nicht schweigen wollen werde. Die Autorin von Vox, dem hochgejazzten und viel präsentierten Buch des Herbstes – eben sah ich die Werbung am Bahnhof, zum Verkaufsstart beklebte Münder auf Instagram, große Printkampagne selbstverständlich ebenfalls – ist immerhin in Georgetown promovierte Linguistin“, denkt sich weiter der geneigte Leser, „vielleicht weiß sie also worüber sie schreibt.“

Vox spielt in einer nicht allzu fernen Zukunft in den USA. Der Führer einer politisch starken Religionsgemeinschaft spielt mit dem charakterlich schwachen POTUS Marionettentheater und den Frauen wurde die Anzahl der Wörter, die man am Tag so von sich geben darf, auf 100 gekürzt. Überwacht wird dies mit einem elektronischen Armband, das beim Überschreiten der Grenze Elektroschocks in das Handgelenk der Mitteilsamen entlädt. Dazu gibt es noch andere fiese Überwachungsmethoden, die – ganz klassisch – aus technischen Spielereien und dem Aufhetzen der Mitmenschen gegen den Einzelnen bestehen.

Die Protagonistin Jean findet diese Welt als – hoppla – Linguistin natürlich gar nicht cool. Frauen werden durch diese Form der Haltung in die passive Erwerbstätigkeit gedrängt, verlieren den gesellschaftlichen Anschluss und auch familiär führt das Konstrukt erwartungsgemäß zu Problemen. Jean blickt mit Besorgnis auf die Entwicklung ihrer kleinen Tochter, die keine andere Welt als die sprachlose kennt, als sich aufgrund eines Unfalls des Bruders des Präsidenten für sie die Möglichkeit ergibt, mit den Machthabern über ihre Lebensbedingungen zu verhandeln.

Machen wir es kurz. Vox ist kein gutes Buch. Es ist vorhersehbar:  vom linientreuen, gehorsamen Sohn, der wie ein Spitzel lebt und später geläutert zum Rebell wird, über die Affäre mit dem schönen, italienischen Kollegen und dem Selbstmordversuch mittels Wortebegrenzungsarmband bis zur weggesperrten, feministischen Studienfreundin, keiner der Handlungsstränge kann überzeugen. Jeder ist so offensichtlich zusammengeplottet, dass am Ende das Bild zusammenpasst. In das Bild passt aber, was Dalcher in den Pressematerialien über Vox erzählt. Denn der Roman war ursprünglich nur eine Kürzestgeschichte mit nicht mehr als 700 Worten, vielleicht hätte man es dabei belassen sollen.

Hinterlasse einen Kommentar

Werbekennzeichnung, Schleichwerbung, Influencer und die immer neue Angst

Disclaimer: Rechtliche Themen können meist schwer in absoluten Verallgemeinerungen beantwortet werden. Dieser Beitrag stellt dazu meine persönliche Meinung dar. Bei diesem Thema sollte insbesondere beachtet werden, dass bislang nur wenig obergerichtliche Rechtsprechung existiert, die sich z.T. widerspricht. Zudem sind sich die meisten Kommentatoren einig, dass die momentane Rechtslage häufig zu statisch auf neue Phänomene (Social Media, Influencer, Werbung durch Privatpersonen) übertragen wird und die Rechtsprechung deren Besonderheiten nicht ausreichend Rechnung trägt.

Das Interesse an den Themen Influencermarketing und Schleichwerbung nimmt nicht ab. Mit jedem neuen Urteil oder Beschluss von Landgerichten schwappt wieder Aufregung durch die sozialen Netzwerke. Die Panik führt dabei zu absurden Blüten; haben Blogbetreiber aus Angst vor den Auswirkungen der DSGVO einfach ihre Seiten dicht gemacht, sind es jetzt Trotzreaktionen wie „Dann kennzeichne ich jetzt eben alles als Werbung“ (warum das eine ganz dumme Idee ist, am Ende des Beitrags).

Die rechtlichen Grundlagen

Es gibt weiterhin eine Fülle von Gesetzen, die je nach Medium und Fall anzuwenden sind. Hierzu gehören vor allem das Telemediengesetz (TMG), der Rundfunkstaatsvertrag (RStV), das Gesetz gegen den unlauteren Wettbewerb (UWG), die Landespressegesetze und/oder auch der Pressekodex und andere Branchenvereinbarung 1. Dazu können noch eigene „Hausregeln“ der Netzwerke, auf denen gepostet wird, hinzukommen oder Vorgaben des Anbieters eines Affiliate Programms.

Exemplarisch und als allgemeine Leitlinien seien hier drei der wichtigsten Regelungen angeführt:

§ 6 Abs. 1 Nr. 1 TMG

Kommerzielle Kommunikationen müssen klar als solche zu erkennen sein.

§ 5a Abs. 6 UWG

Unlauter handelt auch, wer den kommerziellen Zweck einer geschäftlichen Handlung nicht kenntlich macht, sofern sich dieser nicht unmittelbar aus den Umständen ergibt, und das Nichtkenntlichmachen geeignet ist, den Verbraucher zu einer geschäftlichen Entscheidung zu veranlassen, die er andernfalls nicht getroffen hätte.

§ 7 Abs. 3 RStV

Werbung [muss] als solche leicht erkennbar und vom redaktionellen Inhalt unterscheidbar sein. In der Werbung […] dürfen keine Techniken der unterschwelligen Beeinflussung eingesetzt werden. Auch bei Einsatz neuer Werbetechniken [muss Werbung] dem Medium angemessen durch optische […] Mittel oder räumlich eindeutig von anderen Sendungsteilen abgesetzt sein.

Was ist Werbung?

Die erste große Unsicherheit entsteht bei der Einschätzung, was überhaupt Werbung ist. Hier hilft z.B. § 2 Nr. 5 TMG weiter

Kommerzielle Kommunikation [ist] jede Form der Kommunikation, die der unmittelbaren oder mittelbaren Förderung des Absatzes von Waren, Dienstleistungen oder des Erscheinungsbilds eines Unternehmens, einer sonstigen Organisation oder einer natürlichen Person dient, die eine Tätigkeit im Handel, Gewerbe oder Handwerk oder einen freien Beruf ausübt;

Die mittelbare Förderung des Absatzes von Waren ist dabei ein sehr weites Feld. Daher schränkt § 2 Nr. 5 b) TMG dies u.a. dadurch ein, dass keine kommerzielle Kommunikation vorliegt, wenn

Angaben in Bezug auf Waren und Dienstleistungen oder das Erscheinungsbild eines Unternehmens, einer Organisation oder Person, die unabhängig und insbesondere ohne finanzielle Gegenleistung gemacht werden

Weil den meisten Laien Gesetzesprosa nicht viel weiterhilft, nach meiner Einschätzung ist keine Werbung:

  • Ein unabhängiger Produkttest. Ein unabhängiger Produkttest ist ein objektiv-neutraler Bericht, der ohne Vorgaben eines Dritten über ein Produkt berichtet. Dabei muss denklogisch ebenso eine hymnische Besprechung rechtlich möglich sein, wie ein harter Verriss.

Dagegen ist Werbung:

  • Ein Beitrag, der in Form2 und/oder Inhalt3 den Vorgaben eines Dritten folgt, ist Werbung.
  • Wer für den Beitrag bezahlt wird, macht Werbung.
  • Ein Beitrag, der anpreisend und marktschreierisch über ein Produkt berichtet, ist Werbung. Indizien können hier sein: reklamehafte Sprache, Kaufappelle, Übernahme von Slogans
  • Ein Affiliatelink ist Werbung.

Sonderfall 1: Vreni Frost

Die Entscheidung des LG Berlin4 in Sachen „Vreni Frost“ hat nochmal eine neue Diskussion losgetreten. Etwas verkürzt gesagt, muss Vreni jeden Instagram Post, bei dem auf einen Dritten oder die Marke eines Dritten verlinkt wird, als Werbung kennzeichnen. Dies ist nicht auf alle Blogger übertragbar! Juristen betrachten sowieso immer nur den Einzelfall. Bei Vreni kamen viele verschiedene Faktoren zusammen, die zu dieser Entscheidung geführt haben:

  • Frost hat mehr als 50k Follower,
  • sie beschäftigt eine eigene Projektmanagerin für ihre Tätigkeit als Influencerin,
  • sie hat in einem Interview – das sie dann auch noch selbst zu den Gerichtsakten reichte – gesagt, dass „das Einzige, was man auf ihrem Blog nicht sehe, private Bereiche seien, die sie nicht ins Internet tragen möchte“.

Der gesamte Account von Vreni ist damit eine einzige kommerzielle Kommunikation. Die Argumentation, man betreibe den Instagram dabei auch privat, ist daher offensichtlich eine reine Schutzbehauptung. Das LG Berlin ging dabei zudem davon aus, dass jede Verlinkung auf eine Marke durch Vreni auch dazu diene, die verlinkten Marken auf sie aufmerksam zu machen, damit der nächste Post vielleicht bei ihr eingekauft wird. Also kommerzielle Kommunikation in zwei Richtungen: für die Marke und für sie selbst.

Dabei gilt aus meiner Sicht unbedingt zu beachten: Man sollte in keinem Fall alle seine Beitrag als Werbung kennzeichnen! Denn ist jeder Beitrag gleich ob redaktionell oder wirklich Werbung als Werbung gekennzeichnet, kann man die „echte Werbung“ nicht mehr erkennen – Werbung, die nicht als solche erkennbar ist, ist Schleichwerbung! Die Zwitterlösung, anzugeben warum man als Werbung kennzeichnet5, mag vielleicht ein Gefühl der Sicherheit verursachen, ist aber Unfug, wenn man einfach echte Werbung als Werbung kennzeichnet, benötigt man diese nicht.

Sonderfall 2: Angaben zu Büchern

Im ersten Beitrag zu Schleichwerbung hatte ich als Update gepostet, dass die reine Verlinkung auf einen Verlag nicht als Werbung gekennzeichnet werden muss und dabei auf § 2 Abs. 5 TMG verwiesen. Bei meinem Vortrag auf der Leipziger Buchmesse 2018 habe ich dies zum Teil revidiert und dies gilt auch unter dem Eindruck des Frost-Urteils. Die ausufernde Angabe von Buchdetails (ISBN, Preis, Ausgabeform etc. pp.) kann durchaus werbliche Ausmaße annehmen. Wer also ganz sicher gehen möchte, sollte sich diese sparen. Hier kommt es aber auf den Einzelfall an und kann nicht verallgemeinert werden.

Richtige Kennzeichnung von Werbung

Werbung muss gekennzeichnet werden. Dies funktioniert wie folgt:

  • Bezeichnung des Beitrags/Fotos/der Story als „Werbung“ oder „Anzeige“ – alles andere (Ad, Sponsored, bezahlte Partnerschaft mit) ist keine ausreichende Kennzeichnung – und zwar
  • am Anfang des Beitrag, vor dem Text, direkt sichtbar in der Story – nicht in der Hashtag Wolke, Nutzung des Markentools reicht nicht aus!

 

7s Kommentare

David Foenkinos – Lennon

David Foenkinos hat ein paar von vielen viel, von mir bisher wenig beachtete Bücher geschrieben. Seine Bücher erscheinen in 40 Sprachen, sagt mir Wikipedia, und er selbst im Interview ist auch der Meinung, dass sein neustes Werk Lennon gelungen sei, schließlich verkaufe es sich ja gut. Bestechende Logik, trotzdem schlechtes Buch.

Schlecht ist dabei natürlich ein hartes Wort, es sind immerhin keine Schreibfehler drin, es hat einen Anfang und einen Schluss, es passiert etwas in der Mitte und es ist wohl inhaltlich nicht allzu weit von der Wahrheit entfernt, aber irgendwie will man häufig ja doch ein bisschen mehr.

Der Inhalt ist schnell umrissen. In Lennon liegt ein fiktiver John Lennon in achtzehn Sitzungen auf der Couch eines Therapeuten und erzählt in Ich-Form ununterbrochen sein gesamtes Leben; ununterbrochen, da der Therapeut oder die Therapeutin kein Wort sagt. Unterbrechend sind nur kurz die Enden der fiktiven Sitzungen und am Ende Lennons Tod.

Lennon von David Foenkinos

Der Aufhänger ist dabei natürlich schon ein bisschen billig. Wo erzählt man sein Leben, wenn nicht beim Therapeuten, wird sich Bestseller-David gedacht haben. Das naheliegende Setting würde man gern verzeihen, wenn daraus irgendetwas gemacht würde. Die größtenteils vater- und mutterlose Kindheit, das Leben bei der Tante, der frühe Unfalltod der Mutter, lebenslanger Ruhm, Beatlemania etc pp all dies hätte sagenhaften Stoff gegeben, die Erzählung tiefer gehen zu lassen. Foenkinos lässt Lennon aber einfach nur erzählen und sich zwischendurch kurz selbst analysieren, was aber auch nicht über “das ist für Sie bestimmt ein interessantes Detail” hinausgeht. Kreativität sieht dann doch anders aus.

Lennon als Figur ist dabei je nach dem eine denkbar dankbare oder undankbare Person, die man als den Mittelpunkt eines solchen Buchs wählen kann. Ein umfangreiches Werk, eine gut bekannte, aber schwere Kindheit, wilde Jahre in Hamburg, absurde Jahre mit der größten Band der Welt und eine absurde Liebe zu einer absurden Frau, die heute Hamburger Kneipen abmahnt. David Foenkinos verarbeitet dabei, soweit ich das überblicken kann, alles fein säuberlich was bekannt und belegbar ist. Was anderen Autoren dieses Genres – die unbekannten Lücken mit Leben füllen, mit der Geschichte spielen, sie weiterentwickeln, Erklärungen finden – versucht David Foenkinos dagegen gar nicht erst.

Die große Frage bleibt daher während der ganzen Lektüre: Warum sollte ich das lesen? Mir fällt leider kein guter Grund ein. Lennon ist so unterhaltsam und inspirierend wie der Wikipedia Artikel Johns, nur das letzterer mehr Bilder hat. Will man sich Hintergrundinfos zum Chefbeatle reinziehen, eignen sich Bücher wie die Lennon Biographie von Philip Norman eher. In meinem Fantum habe ich sogar die Biographie seiner ersten Frau Cynthia gelesen und die würde ich mir eher ein zweites mal zu Gemüte führen als noch einmal den Lennon von David Foenkinos.

“Ich bin ein riesiger Fan seiner Songs”, sagt der Autor, “sie sind perfekt, einfach und stark zugleich, sie gehen leicht ins Ohr und sind doch ungemein komplex.” Das alles kann man über dieses Buch nicht sagen.

Beitragsbild: Von Nationaal Archief, Den Haag, Rijksfotoarchief: Fotocollectie Algemeen Nederlands Fotopersbureau (ANEFO), 1945-1989 – negatiefstroken zwart/wit, nummer toegang 2.24.01.05, bestanddeelnummer 922-2301 – Nationaal Archief, CC BY-SA 3.0 nl, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=20079241

8s Kommentare

Auster und Klinge von Lilian Loke

„Hoffnungsträger ist ein furchtbar großes Wort, und ich sehe mich nicht in einer Riege“, sagt Lilian Loke angesprochen auf die Kategorisierung ihrer Person in der Süddeutschen Zeitung anlässlich des Erscheinens ihres neuen, zweiten Romans Auster und Klinge bei C.H.Beck. Eine Rezension und ein Gespräch.

Auster und Klinge sind zwei.

Da ist Georg, ein Maler, der nicht mehr malt, der lieber wachrütteln will mit Aktionen im öffentlichen Raum, obwohl seine Galeristin ihm wieder zu Gemälden rät, die sich auch besser verkaufen. Aber Geld braucht Georg eigentlich gar nicht zu verdienen, denn er ist mit einem üppigen Erbe ausgestattet, lebt aber lieber distanziert von der schweineschlachtfabrikbetreibenden Verwandtschaft.

Auf der anderen Seite ist Victor. Frisch aus dem Gefängnis entlassen, wo er für einen schiefgegangenen Einbruch einsaß, bei dem er den Hausherrn fast totgeprügelt hat (u.a. § 252 StGB für die Jurafreaks; aber auch ziemlich nah an §§ 211 Abs. 2, 22, 23 Abs. 1 StGB, also mit einer kurzen Gefängnisstrafe noch ziemlich gut bedient). Victor ist aber – bis auf diese Tatsache und dass ihn Einbrüche ziemlich kicken – gar kein so übler Kerl. Am liebsten würde er ein Restaurant mit einem alten Kumpel eröffnen und endlich wieder mit seiner Frau und seiner kleinen Tochter zusammenwohnen. Weil diese Frau aber erst kurz vor dem unrühmlichen Gefängnisaufenthalt vom Doppelleben ihres Mannes erfuhr, ist diese verstimmt. Mit ehrlicher Arbeit müssen nun die Schulden bei alten Komplizen abgearbeitet werden, bevor man für den großen Traum sparen kann.

Auster und Klinge können beide sein.

auster und klinge lilian loke cover

An dieser Stelle ihrer Lebensläufe treffen Georg und Victor aufeinander und ziehen zusammen. Als Victor erfährt wie vermögend Georg eigentlich ist, schließen beide einen Deal. Georg soll Victor finanziell bei der Eröffnung des Restaurants sponsorn und Victor bringt Georg das Einbrechen bei – für dessen Kunst, bis eine Aktion aus dem Ruder läuft und Victor erneut den großen Traum gefährdet sieht.

Bei Amazon „beschwert“ sich eine Leserin, die einen „lockeren, vielleicht humorvollen Roman über ein interessantes Duo“ erwartet hat. „Auster und Klinge“ liest sich tatsächlich stellenweise leicht wie Unterhaltung, behandelt aber harte Themen. „Wer schwarzen Humor mag, kommt bei mir sicher eher auf seine Kosten“, sagt Lilian mir im Gespräch. „Ich wollte harte Themen mit Humor angehen, auch im Schrecken Komik finden. Neben der Sprache sind mir vor allem Figuren mit Licht- und Schattenseiten und ein starker Plot mit straffen Spannungsbögen wichtig. In der deutschen Literatur wird gern recht streng zwischen Ernster Literatur und Unterhaltungsliteratur getrennt, aber gute Literatur sollte auch ernste und harte Themen interessant und kurzweilig vermitteln können. Nichts ist trauriger als ein langatmiges Buch, das legt man beiseite.“ Langatmig ist Auster und Klinge sicher nicht, denn die Geschichte entwickelt Fahrt. Die Story von Georg und Victor muss man dabei weniger als ernstgemeinte Fiktion nehmen als vielmehr als ein Rollenspiel. Dass die Figuren dabei manchmal etwas zu offensichtlich ihre Rollen spielen, verzeiht man aber gern.

„Kunst darf auch wehtun, aufwühlen, reizen. Außerdem gilt »Depiction is not endorsement«: Nur, weil etwas in einer Fiktion dargestellt wird, wird es dadurch nicht automatisch befürwortet. Diese Entscheidung liegt beim Leser oder Betrachter und ist Teil des Rezeptionsprozesses. Ich schreibe bewusst möglichst dicht aus der Perspektive der jeweiligen Figuren, ohne eine auktoriale und wertende Erzählinstanz, um dem Leser größtmögliche Freiheit zu geben. Für mich sind besonders Geschichten und Kunstwerke interessant, die einen Konflikt im Rezipienten erzeugen, den er selbst individuell auflösen kann. Ein Bild erschreckt mich, aber ich kann nicht aufhören, es anzusehen – warum? Ein Protagonist ist mir sympathisch, aber seine Handlungen sind verwerflich, meine Sympathien bleiben oder schwinden – weshalb? Wie positioniere ich mich zum Dargestellten? Ob Woyzeck, der zum Mörder wird, Michael Kohlhaas, der zur Selbstjustiz greift oder Breaking Bads Walter White, der als Drogenproduzenten groß in die organisierte Kriminalität einsteigt, Antihelden ermöglichen ein besonderes Spannungsfeld, einen anderen, einen tieferen Blick auf bestimmte Themen.“

Lilian Loke hat mit Auster und Klinge einen Roman mit Witz und der nötigen Portion Anstoß zum Nachdenken geschrieben, dass man mit der Autorin gerne gemeinsam zwischen Ernsthaftigkeit und Unterhaltung balanciert. Die Hoffnungsträgerin sagt selbst, dass sie jeden Tag alle um sich herum hoffnungsvoll beobachte, und sehr oft würde dieses genaue Hinschauen belohnt. Beobachten wir weiter hoffnungsvoll Lilian, man kann recht sicher von weiteren Belohnungen ausgehen.

Hinterlasse einen Kommentar

Gemeinsame Entstörung 2018

Mit wachsendem Befremden beobachten wir, wie Deutschland durch die xenophobe Massenregression beschädigt wird.

Wir solidarisieren uns mit denjenigen, die friedlich dafür demonstrieren, dass die rechtsstaatliche Ordnung in den Grenzen unseres Landes wiederhergestellt wird.

Wenn Sie ebenfalls zu der Gemeinsamen Entstörung 2018 als Unterzeichner*in beitragen wollen, bitten wir Sie, Ihren Namen mit sämtlichen Titeln, Positionen, Berufen und etwaig vorhandenen Ehrungen in die Kommentare zu posten. Wir werden Sie mit Freude in die folgende Liste aufnehmen.

Die Unterzeichnenden

Monika Abbas, Bloggerin, Mensch
Sandro Abbate, Arbeiterkind, Kulturwissenschaftler und Inhaltsfabrikant elektronischer Logbücher
Heike Baller, M.A., Recherchemeisterin, Seminarleiterin, Wissensteilerin, Bloggerin, Leserin
Michael Bauer, denkender Mensch und Schreiber, Polarisationsbeobachter und Humanist mit Würde, Rentner mit IT-Hintergrund, 51 Jahre, lebendig
Catherine Beck, Freie Lektorin ohne Blog
Zoë Beck, schriftstellernde, übersetzende und verlegende Feministin
Anette Becker, Diplom-Übersetzerin, Bloggerin
Kai Becker, Theaterpädagoge, Übersetzer und Verfassungspatriot
Ratgar Beckmann, Gatte, Vater, Freund und Kollege, Cosmopolit
Dr. rer. nat. Dipl.-Psych. Ina Beintner, Psychologische Psychotherapeutin, Wissenschaftlerin, Autorin, Mutter, linksgrünversifft und meistens gut gelaunt
Sarah Berger, keine richtige Autorin bei Frohmann Verlag, Intellektuelle, Essayistin, Menschin
Dr. Sebastian Berweck, Pianist und sonst auch noch viel
Dr. Mirjam Bitter, Literaturübersetzerin mit Nachwuchspreis, Web-Redakteurin, Literaturwissenschaftlerin mit Kulturwissenschaftspreis, Feministin, Mutter, Morgenmuffel, Liebhaberin von Tanz und Gesang sowie Gelegenheitsbloggerin
Ludger Blanke, Absolvent des Bischöflichen Knabenkonvikts Collegium Johanneum zu Ostbevern und der Deutschen Film- und Fernsehakademie zu Berlin, ehemaliges Mitglied des Personalrats des ZDF-Hauptstadtstudios, Autor, Rechercheur, Bildgestalter, Filmemacher, Fotograf, Dramaturg, allgemeiner Trouble-Shooter und manchmal -Maker
Marlies Blauth, Flüchtlingstochter, Ruhrgebietskind, Synästhetikerin, Bildende Künstlerin und Lyrikerin
Thomas Blum, M.A., Feuilletonredakteur der Tageszeitung neues deutschland, Autor des offiziellen Beitrags der Wochenzeitung Jungle World zum »Mauerlied-Wettbewerb« der Deutschen Burschenschaft (2002) und Experte für Umvolkung
Daniel Bönisch, Geschäftsführer und Gründer der UEBERBIT GmbH
Dr. Marten Brandt
Simone Buchholz, abgebrochenes Philosophiestudium, aber street credibility
Elisabeth Buck, Autorin, Dozentin, Musikpädagogin, Großmutter, Hobbyornithologin
Prof. Frank Bungarten, Musiker, ganz strenger Hochschullehrer, Mann mit einer den Deutschen Volkskörper bedrohenden Ehefrau
Rolf A. Burkart, Künstler, Schriftsteller, Ex-Verleger, Ex-Galerist, drei Mal Zeitschriftenredakteur und Herausgeber, Intensiv-Scheiterer, Psychonaut, vor allem Mensch in allen Kulturen, fürchte das Eigene mehr als das Fremde. Nur die Nächsten könnten mir schaden (Einsicht eines Traumatisierten)
Isabella Caldart, Dank Ta-Nehisi Coates, Julia Wolf und dem Feuilleton der SZ die neue Galionsfigur des Widerstands (nur echt mit revolutionärem Gesichtsausdruck und Baskenmütze)
Carlos Cipa, Komponist, Pianist, Produzent, Musiker
Caroline Cleveland, Studentin in Philosophie und Sinologie, Indianerin, Kampfkünstlerin; Schülerin der Dialektik, Mensch mit Behinderung, Empath, Philosophin, Feministin
Kristoffer Cornils, Musikjournalist
Daniela Cox, Mensch, Liebhaber des Guten, Wahren und Schönen
Dipl.-Sozialpäd. (FH) Andrea Daniel, Leserin, Bloggerin, Gern-Reisende
Asal Dardan, Diplom-Kulturwissenschaftlerin und unlustige Twitterin
Julian Denzel, Student
Robin Detje, Integrationsbeauftragter für Literatur aus Fremdkulturen
Prof. Dr. med. Thomas Deufel, Staatssekretär a.D., Arzt und Wissenschaftler, Zuhörer, Leser, Mitstreiter
Thilo Dierkes, Mini- und Midijobber
Elisabeth Dietz; Redakteurin, Succubus
Mareike Dietzel, M.A., deutsche Philologin und Feministin
Stefan Diezmann, Verlagshersteller, Blogger, Musiker
Dipl.-Bibl. (FH) Susanne Dirkwinkel, gebürtige Ostwestfälin, leidenschaftliche Wahlhamburgerin; macht irgendwas mit Seekarten
Dr. phil. Christina Dongowski, Influencerin & Zerspanungskompetenz zertifiziert
Anke Dörsam, Autorin und Dramaturgin
Jan Drees, Redakteur
Erik Drescher, Flötist, Kurator, und vieles mehr, aber noch mehr nix
Robert Dupuis, Anarcho-Zionist, Kosmopolit, Bücherwurm, exzessiver Zeitungsleser
Moritz Eggert, Komponist, Pianist, Sänger, Blogger, Dirigent, Autor, Hochschulprofessor
Tim Eisenlohr, Jugend in der Ostberliner Opposition (Berliner Umweltbibliothek), heute Vorsitzender einer internationalen Flüchtlingshilfsorganisation
Axel von Ernst, Verleger
Davide Casali Eschmann
Samael Falkner, Experte für fein nuancierte Kurztexte zur Publikation in digitalen Medien und althergebrachte Marketingwerkzeuge, gebürtiger Leipziger
Matthias Fiedler, ehem. Jurastudent, Kommunikator, Vater eines lieben kleinen Schlaufuchses und Studienrat für eh alles
Hartmut Finkeldey
Dipl.-Volkswirt Thomas Finn, Werbekaufmann, Schriftsteller, Theater- und Drehbuchautor, Preisträger, Kaufmannssohn, Ältester von vier Geschwistern, Hanseat, Raucher und Döner-Liebhaber
Claus Fischer, Europäer, freier Journalist, Redakteur und Moderator im ARD-Hörfunk aus der weltoffenen Handels- und Musikstadt Leipzig, die auch zu Sachsen gehört
Thomas Fischer, Exil-Dresdner, wasmitbüchern, bei wbv Media, Bielefeld
Uwe Fischer, Mitmenschenarbeitender, Immermalehrenamtler, unversiffter Gutmensch
Jana Franke, Tänzerin, Dipl. Sozialarbeiterin, Supervisorin, Autorin, Mutter
Brigitte von Freyberg, M.A., Feministin
Rüdiger von Freyberg – Pandimensionalist, Hausmann, Autor, Progessivträumer und Vorübergänger
Klaus N. Frick, Redakteur (Science Fiction) und Gelegenheitsautor (Fantasy, Punkrock)
Amelie Fried, Autorin und linksgrün versiffte Gutmenschin aus Leidenschaft
Marc-Oliver Frisch, M.A., Elektropopsternchen, Kritiker, Übersetzer und Doktorand der Literaturwissenschaft
Christiane Frohmann, Verlegerin, Autorin und Dozentin für Allgemeine und Vergleichende sowie Angewandte Literaturwissenschaft an der FU Berlin
Dr. Antje Galuschka, Gutmensch (ich glaube an das Gute im Menschen), Alltagsfeministin, engagiert gegen hate speech
Dipl.-Inf. Kai Gärtner, System-Administrator, Flüchtlingshelfer, Philanthrop
Timm Gärtner, Sohn seit den 80ern, davor nicht. Menschenfreund
Moritz Gause, Parkplatzpoet, vordringlich an Brückenbau interessierter Pangaeaner
Prof. Dr. Miriam Gebhardt, Historikerin
Dr.phil. Barbara Geilich, Sin(n)ologin, Ohrenzeugin, Ichoufilia
Andreas Geißler, Mensch & Bibliothekar, bekennender Velosoph und ehrenamtlicher Brei-Tester
Berit Glanz, Binäralchemistin
Jacky Gleich, Illustratorin, Dozentin, Malerin, Menschin, Mutter
Tanja Gottlewski, IT System-Kauffrau, Fotofuzzi, Wolkenkratzer- und Bloggerin
Svenja Gräfen, Autorin und Feministin from the bottom of her heart
Bärbel Greiler-Unrath, Menschin, Mangerin eines Familienunternehmens, Mama, Adoptivmama, Göttergattin, Katzendompteuse, Hundeversteherin, Diakonin, Vesperkirchenmama, Gemeindeseelsorgerin, Erzieherin, Heilpraktikerin für Psychotherapie, Prozessbegleiterin für Inklusion, Dipl.-Optimistin und Lebenskünstlerin
David Gray alias Ulf Torreck, Raucher, Romancier, Filmfan, Ex-Punker, Ex-Kleinstadtbewohner, Angehöriger verschiedener Subkulturen, Büchersammler, Gassigeher bei Utopia (Windhündin), regelmäßiger Empfänger rechtsextremer Drohmessages, Kaffeetrinker, Vorleser, Entertainer und Veranstalter von Krimilesungen
Judith Greiß, Diplom-Sozialpädagogin, Therapeutin, Dozentin, Ehefrau, Freundin, Lernende
Dipl.-Phys. Jan Groh, seine Ego ebenfalls gerne grandiosidierender schriftstellernder Medizinjournalist und Träger des einzigen jemals verliehenen Alfred-Döblin-Werkstattpreises der Akademie der Künste und des Literarischen Colloquiums, hundeführender Kleingrundbesitzer in Brandenburg
lic. phil. Remo Grolimund, Historiker & Qualitätstroll
Dincer Gücyeter, Verleger
Madeleine Gullert, Redakteurin
Negin Habibi, Gitarristin, Instrumentalpädagogin, potentielle Deutschlandbeschädigerin
Dr. Hans-Martin Gutsch, Träger des goldenen deutschen Tanzabzeichens, Sportbootführerschein (Binnen)
Ariane Gramelspacher, Fotografin und Medienwissenschaftlerin, Deutsch-Haitianerin, Hamburg
Ingrid Haag, Autorin, Lektorin, Redakteurin, Diplom-Kauffrau
Kat Hacheney Cat Wrestler, Economic Migrant, and Writer
Martin Haldenmair, M.A., Journalist
Jeannette Hagen, Autorin, Coach, Humanistin
Elisabeth R. Hager, Autorin
Komponistin, Vorstand MOGiS e.V. – eine Stimme für Betroffene
Samuel Hamen, Head of Fiction
Thomas Hanke, Linguist, Lektor, Springer-Diplom (von keinem der Verlage)
Heiko Hauenstein, Softwareentwicklung, Grafik & E-Learning
David Häußer, Musiker und Herausgeber des FICKO-Magazins für gute Sachen und gegen schlechte
Kilian Hecker, Schriftstellerdarsteller, akademischer Abschuss
Karl-Heinz Heihse, linksgrüner Biergartenphilosoph und Bahnhofsklatscher
Katharina Herrmann, akademischer Mittelbau
Katharina Hierling, Lektorin
Herbert Hindringer, Autor
Mathias Hofter, München, Geisteswissenschaftler und Zugroaster
Andreas Homann, Designer, Hamburg
Dr. Martin Hufner, Musikjournalist
Norbert Hupbach, linksgrüner Buchhändler aus Dresden
Evelyn Javadi, intellektuelle Arbeitsberaterin
Sarah Elise Bischof Jørgensen, M.A., Runologin, Schabrackentapir-Zoologin & legitime Thronfolgerin von Harald Blauzahn
Uwe Kalkowski, Kaffeehaussitzer
Christoph Kappes, Unterschrei_Bär
Andrea Karimé, Schriftstellerin, Sprachensammlerin und – erfinderin, Lehrerin, Tier-, Kinder- und Menschenfreundin, Wolkenkratzerin, Geschichtenerzählerin
Jenny Keck, Leserin
Florian Kessler, Lektor
Alexander Keuk, Komponist, Musikjournalist, Autor
Jochen Kienbaum, Journalist, Blogger und Widerborst
Dr. Juan Martin Koch, Chefredakteur neue musikzeitung
Sandra Klöss, linksgrün-versiffte Theaterschaffende für von den Systemparteien geförderte radikalfeministische-queere-multikulti-mixedabled- Projekte ohne Heimatbezug, ehrenamtliche Deutschlandhasserin, Antifa Supporterin seit 1993, Lesbe, M.A. in Theaterwissenschaft / Kulturelle Kommunikation und Anglistik / Amerikanistik, Freischwimmer Bronze und Ehrenstandartenträgerin bei Fähnlein Fieselschweif
Ulrich Kreppein, Komponist, Hochschullehrer, Gutmensch, Mitmensch, Zuhörer, Leser und noch dies und das
Jennifer Kroll, Verlegerin
Dipl.-Med. Anne Kuhlmeyer, Anästhesistin, Psychotherapeutin, Schriftstellerin, Feministin, Jüdin, Mutter
Dipl.-Ing. Kerstin Kuhnekath, Autorin, Hörspiel-Macherin, Architektin
Nikko Kulke, Zwerg, Liebender, Jurist in den Kinderschuhen, Schreiberling, staatlich lizensierter Hilfssheriff
Anette Lang-Coiro, Mutter
Stefanie Leo, Kinderbuchmensch
Sofie Lichtenstein, Autorin und Herausgeberin
Christian Linker (“Nomen est Omen”, lt. “AfD Sachsen aktuell Nr.32/2017); Autor
Arne List, Kampfbund für den Wiederaufbau der APPD
Richard Lorenz, Schriftsteller
Daniel Lücking, (studierter) Online- und Kulturjournalist
Prof. Dr. Mira Mann
Martin Manthe, Dresdner
Grit Maroske, Menschin, Antifaschistin, sächsische Überlebenskünstlerin und Autorin
Frank J. Martens, Ev. Pfarrer, Läufer, kaffeeverliebt, Schulmensch und Seelenfritze
Dorothea Martin, Geschichten & Das wilde Dutzend
Kristina Massel, Rechtsanwältin, geflüchtete Ostdeutsche, Kunstturnerin a.D.
Karl Ludger Menke, Leser
Miriam Michel, Künstlerin und Performerin, Achtsamkeits-Avantgarde
Stefan Möller, Texter, Aufsichtsratsmitglied der Nordstadt braut! eG, zweifacher Zoff-im-Zoo-Nordstadt-open-Sieger
Tine Mothes, geb. Blümenkohl, diesdas, jenes, seit 1984
Katharina S. Müller, Komponistin und Geigerin
Dipl.-Bibliothekar Marius Müller, Faschingsprinz a.D.
Michaela Maria Müller, Autorin und Journalistin
Tina Müller, Mensch, Sozialarbeiterin
Wolfgang Müller, Dipl. Ing. (arch.), Ruinenbauer und -bewohner alias Wolfgang Müller-Hinterhaus, Verfasser eines geheimen Romans über ein seltsames Land mit seltsamen Bewohnern,…
Tabea Naumann, Flüchtlingskind (DDR), Pfarrtochter, Geisteswissenschaftlerin, Feministin und DaZ-Lehrerin, was mit Marketing
Anselm Neft, staatsfinanzierte Antifa
Fabian Neidhardt, Straßenpoet (M.A.), Sprecher (B.A.) & Botschafter des Lächelns
Nicole Neubauer, Schriftstellerin und Rechtsanwältin
Dr. Peter Neumann, Schriftsteller und Philosoph
Susanne Nietzsche, Krankenschwester, Ehefrau, Mutter, gebranntes DDR-Kind, deshalb dankbare, jedoch nicht kritiklose Bundesbürgerin, Sonnenanbeterin, Gutmensch(in)
Rudi Nuss, Autor
Gérard Otremba, Journalist
Thomas Ott, Buchhändler, verzauberter Homosexualist, nichtreligiöser Arm-Bürger, Kopfbahnhof-Befürworter und nicht-rechtsversiffter Deutscher
Markus Ostermair, Sohn aus kleinbäuerlichem Hause, Abiturient auf dem zweiten Bildungsweg, Germanist, Anglist, freier Autor, Übersetzer
Peter Perner, Mensch und Volkswirt im Ruhestand
Dipl.-Soz. Jörg Peter, stellv. Schulleiter, Autor, Mitglied im Berufsverband Deutscher Soziologinnen und Soziologen e. V.
Prof. Dr. Dirk Pilz, UdK Berlin
Dr. Oliver Plaschka, Doktor von was mit Büchern, Autor mit Preisen
Heike Pohl, Freie Journalistin, Fotografin, Bloggerin, Ehrenamtlerin, Flüchtlingshelferin und Menschenfreundin
Chris Popp, Onlineredakteur, Biolebensmitteldealer, Buch-, Musik- und Seriennerd, Mensch, Erdling
Dr. Thomas Poser, Literaturwissenschaftler
Dr. Patrice G. Poutrus, Zeithistoriker, ziemlich bemühter, aber mäßig erfolgreicher Gutmensch mit Migrationshintern.
Manja Präkels, preisboxende Vorleserin mit Hang zur Analogsynthese/Antifa-Agentin
Christiane Quincke, Theologin, Bloggerin, Preisträgerin, Gutmenschin, Kaffeetrinkerin, Nichtraucherin, Worteliebhaberin
Dr. Daniel Hans Rapoport, Spross einer jüdischen Wissenschaftlerdynastie, Diplooom-Chemiker, Mikroskopentwickler, Zelltechnologie, Essayist, Bloggerin
Bernhard Rasche, Theologe, Rhöner
Holger Reichard, Buchautor und Blogger
J. Marc Reichow, Musiker
Dr. Kirsten Reimers, freie Literaturwissenschaftlerin und -kritikerin
Marc Richter, Vollzeitingenieur und Teilzeitblogger
Nikola Richter, “Digital”-Verlegerin
Janine Rumrich, Betriebswirtin, Stipendiatin und Buchbloggerin
Veronika Rusch, Schriftstellerin, Juristin, Gutmensch, denkendes Wesen
Dr. Mithu Melanie Sanyal, Autorin, Kulturwissenschaftlerin und Journalistin
Dr. Hanno Sauer, Philosoph
Lea Sauer, Autorin
Margarete Sautter, Rentnerin Jahrgang 1938, Augenzeugin der Verbrechen, Verfassungspatriotin
Michael Scheiner, Spessarträuber, Pressesprecher, Journalist, Redakteur, Amateurfotograf, Gernesser, wackeliger Skifahrer (selten), gutgläubiger Feminist, scheinheiliger Gutmensch, einstiger Sozi-Al-Pädagoge, Schönheits-Sehnsüchtler
Edgar Schuster, Bücherdealer
Antje Schwarz – schreibt, lacht, redet, steitet – Gattung Mensch
Uwe Sinha, Indogermane, Informatiker, Südberliner, Vater
Luise Schitteck, (Zwischen-)Buchhändlerin, Studienabbrecherin, Tochter eines brandenburgischen Wirtschaftsflüchtlings
Udo Schewietzek
Niklas Schleicher, Wissenschaftlicher Mitarbeiter (Systematische Theologie und Ethik)
RA Heinrich Schmitz, Strafverteidiger, Kolumnist
Sigune Schnabel, Lyrikerin und studierte Literaturübersetzerin
Dipl.-Ing. Christian Schneider, Übersetzer
Stefan Schneider, Mensch, Diakon, Klangdialogiker, Gold-im-Gegenüber-Sucher, Hoffnungsvoller
Jan Schönherr, Übersetzer
Dr. Dietrich Schotte, Philosoph
Marie-Luise Schrader, unabhängige Literaturattachée
Jasmin Schreiber, Biologin, Journalistin und Autorin
Bob Schroeder, Witze
Christian Schruff, Radiojournalist für ARD-Anstalten, leidenschaftlicher Musikvermittler
Prof. Dr. Holger Schulze, Kulturwissenschaftler
Katrin Schuster, Redakteurin, Möglichst-bald-wieder-Bloggerin
Leonhard F. Seidl, schriftstellernde, aktivistische Bratkartoffel mit getöteten Tomaten und linksdrehenden Gutmenschkulturen mit Stachelbeeren
Gianna Slomka, Magistra Artium der Amerikanistik, Romanistik und Buchwissenschaft, Lektorin

Marcus Smolarek, Küchensystemtheoretiker
Dr. Enno Stahl, Autor, Literaturwissenschaftler
Daniel Stähr, M.Sc., Doktorand der Ökonomie
Birgit Steffen, contentpoetin, Mutter, Aktivistin im Asozialen Netzwerk, Panentheistin, Mitglied der Asylindustrie a.D.
Tom Steinert, hauptberuflich Lebenskünstler, Vater und ehrenamtlicher Gratwanderer
Katja Stögmüller, Kleinbürgerliche auf künstlerischen Abwegen, linksgrünversiffter Gutmensch, Anhängerin unserer Grundwerte
Stefan Stögmüller, Long Distance Runner
Daniel Stolba, Satireautor, Werber, Buchtrailerproduzent, Führerschein Klasse 3
Wolke Strahl, M.Eng., Umweltschutz, Menschenrechtsfanatikerin, Verfassungspatriotin
Alexander Strauch, Komponist, Festivalmacher, Blogger, Super-Gutmensch, Münchner Kindl
Michael Strobel, macht was mit Büchern
Leander Sukov, Schriftsteller, Redakteur, Chefbandit bei Kunstbande GbR
Sophie Sumburane, Autorin und Aktivistin
Dr. Thomas Thielen, Komparatist, Linguist, Dialektiker, Didaktiker, Pädagoge, Musiker (t)
Florian Tietgen, Schriftsteller, Lektor
Saskia Trebing, professionelle Briefeschreiberin
Dana Tretter, Übersetzerin, Kulturschaffende, Mutti, desorientierte Hobbyfeministin, angepasste möchtegern Altpunkerin
Sabine Unger, Mensch, Sonnen-Liebhaberin, Baustellenarbeiterin, Köchin bei „Kochen für Weltbürger“, Johannisbeersaftliebhaberin, Gestalterin, Baustellenarbeiterin, Künstlerin
Dipl.-Wirt.-Ing. Henri Vogel, Germanist, Theologe, Schreiberling
Dr. Steffen Voss, linksgrünversiffter Homolobbyist
Silvia Walter, Mutter, Bloggerin, Mensch
Dr. Matthias Warkus, Philosoph
Sophie Weigand, Professional Reading Artist
Hannah Weiland, Psychologiestudentin im Endstadium, hoffentlich bald Forscherin
Klaus-Dieter Welker, Ex-Heimkind, Ex-Sozialarbeiter, ehrenamtlicher “Friedhofswärter”, Mensch und Vater
Kathrin Weßling, Kathrin Weßling
Tilman Winterling, Rechtsanwalt
Julia Wolf, Autorin
Martina Wunderer, Lektorin
Thore Würger, Boss
Dipl.-Psych. Christine Wunnicke, M.A., Schriftstellerin, Übersetzerin, Teilzeit-Fachfrau für altjapanische Waffentechniken

207s Kommentare