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Jahr: 2014

Wie liest Du, Manuela?

In „Wie liest Du?“ stellen in regelmäßig unregelmäßigen Abständen Kritiker, Autoren und Verlagsmitarbeiter, Blogger, Vielleser und Buchhändler ihre Art des Lesens vor. Hier geht es nicht um einzelne Inhalte, sondern vielmehr um die Technik sich ein Buch zu erarbeiten – den Akt des Lesens von außen betrachtet. Heute mit Manuela Hofstätter, einer der profiliertesten Literaturbloggerinnen im deutschsprachigen Raum.

1. Überspringst Du einzelne Stellen – gar Kapitel – oder liest Du ein Buch, wenn dann komplett?
Ganz, oder gar nicht. Es kommt gelegentlich vor, dass ich ein Buch weglege, aber ich lese ein Buch immer von der ersten bis zur letzten Seite, manche Passagen oft auch mehrmalig.

2. Schummelst Du und springst vor, um das Ende schneller zu erfahren?
Igitt, eine frevlerische Tat gegenüber den Schriftstellern, das mache ich nicht!!

3. Nutzt Du Lesezeichen (immer dasselbe/andere?) oder legst Du ein Buch offen auf die Nase?
Alles schon vorgekommen, ich habe sehr viele Lesezeichen, doch selten bei der Hand, so landen im Buch weitaus öfters Schokoladen-, Bonbonpapierchen oder ein Streifen aus der Zeitung.

4. Liest Du Taschenbücher einseitig, wie ein Magazin, indem Du das Cover komplett umklappst?!
Nein, das arme Taschenbuch will auch angemessen behandelt werden.

5. Liest Du lieber kurze oder lange Kapitel?
Das ist mir völlig egal. Merke bei der Frage gerade, dass ich Kapitel oft gar nicht wahrnehme.

6. Markierst Du? Mit Bleistift, Marker, Klebezettel, einfach die entsprechende Seite umknicken oder schreibst du lieber Stellen raus?
Ich mag Klebezettel in verschiedenen Farben, das Taschenbuch, hier muss ich es doch
eingestehen, das kriegt oft ein Eselsohr oder mehrere.

7. Schaust Du ältere Lektüre nochmal nach markierten Stellen durch?
Selten, weit häufiger ärgere ich mich darüber, eine Stelle nicht mehr zu finden, da ich eben wenig markiere.

8. Welches ist das (nichtwissenschaftliche) Buch, in dem Du am meisten markiert hast?
Erich Fromm: Die Kunst zu lieben.

9. Deine liebste markierte Stelle:
Die ist eben noch nicht markiert, die suche ich immer noch.

10. Benutzt Du einen eReader? Als Ergänzung zum Gedruckten – ausschließlich – gar nicht?
Ich liebe meinen eReader, ich vergesse tatsächlich schon mal, das ich ein Gerät in den Händen halte anstatt ein Buch. Ich kann so dem Platzmangel für die Bücher ein wenig entgegenwirken, aber es werden sich immer mehr Papierberge erheben um mich herum, als dass Seiten auf dem Reader gespeichert sind. Das Buch in der Hand, das ist Sinnlichkeit pur.

manu2014Manuela Hofstätter ist Buchhändlerin und betreibt den Literaturblog lesefieber.ch, der weit über die Grenzen der Schweiz hinaus bekannt ist. Stand heute sind dort sagenhafte 759 Rezensionen online!

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can’t and won’t

Ich habe einfach kein Interesse daran, dieses Buch zu lesen. Ich hatte auch kein Interesse daran, das letzte, das ich zu lesen versuchte, zu lesen. Ich habe immer weniger Interesse daran, eines der Bücher zu lesen, die mir gehören, obwohl sie vermutlich einigermaßen gut sind.

Was ist das für ein Buch, das bisher so gänzlich übersehen und -hört wurde, geht es nur mir so? Oder kennen Sie Lydia Davis: Man Booker International Prize 2013, eine der originellsten Köpfe der amerikanischen Literatur (The New Yorker), Übersetzerin von Prousts Auf der Suche nach der verlorenen Zeit und Flauberts Madame Bovary ins Englische, never heard of. Für solche Entdeckungen gibt es zum Glück die Hotlist (gesonderter Artikel folgt), auf der in diesem Jahr Kanns nicht und wills nicht von eben dieser Dame stand. Ich habe immer Interesse daran Bücher zu lesen, die vermutlich einigermaßen gut sind. Lydia Davis aber ist etwas ganz besonderes.

In Ich fühle mich ziemlich wohl, könnte mich aber ein wenig wohler fühlen führt Davis dem erst etwas verwirrten Leser und Erste-Welt-Menschen vor Augen, auf welch hohem Niveau er jammert. Der einfache Trick der Autorin mit großen Absätzen zwischen Wehklagen wie “Ich bin müde.” oder “Dieses Pesto lässt sich nicht gut vermengen.” lässt diese sacken, macht die Nichtigkeiten unserer Malaisen fast körperlich spürbar, wenn man sich nach fünf Seiten Kinderkram bewusst wird, wie gut es einem geht. Genervt blickt man von der Lektüre auf und schämt sich dann ein bisschen in sich hinein.

Lydia Davis spielt mit Alltagsbeobachtungen und -gefühlen. Schätzt das Alter der Leute, die im Zug an ihr vorbeigehen und wundert sich, sie transkribiert ihre Träume, schreibt Briefe Flauberts um und schmilzt manchmal eine Szene, eine kleine Geschichte in einen Satz ein. Dann schreibt sie humorvolle Briefe an einen Tiefkühlerbsenproduzenten oder erkundigt sich nach Preisen für Pfefferminzbonbons. Selbstverständlich finden sich in einer Sammlung von knapp 100 Geschichen auf 300 Seiten auch solche, die nicht zünden wollen. Die Methode Davis’ ihre Erzählungen zum Teil auf die kleinste noch mitteilbare Form zu verkürzen, birgt vielmehr die Gefahr den Leser nicht zu erreichen, als eine detaillierte, doch die meisten Kurz- und Kürzestgeschichten funktionieren so gut, sind so harmonisch konstruiert, dass man begeistert immer mehr dieser Fetzen haben möchte.

Eine in Gedichtform gesetzte Spammail – oder soll es gar ein Liebesgedicht sein? – die Verzweiflung auf der Suche nach einem Buch, das die Lektüre wert ist (siehe oben und unten) oder die Reflexion über den Sinn des Schreibens. Nach mancher halben Seite fragte ich mich, wozu ich noch Romane lese, wenn diese Frau es schafft mit fünf Sätzen Welten zu entwerfen, Situationen zu schaffen und mich gleichzeitig zum Nachdenken bringen zu können. Aber man soll nicht so oft Genie sagen!

Die Bücher, von denen ich rede, sind angeblich einigermaßen gut, aber sie interessieren mich einfach nicht. In Wahrheit mögen sie um einiges besser sein als bestimmte andere Bücher, die mir gehören, aber manchmal interessieren mich die Bücher, die nicht so gut sind, mehr.

Dieses Buch ist großartig, bitte interessieren Sie sich dafür! Auch wenn sich der (zugegeben schwer zu übersetzende Originaltitel) nicht 1:1 ins Deutsche übertragen lässt und etwas an Zauber einbüßt: interessieren Sie sich nicht nur, lesen Sie Cant’t and won’t/Kanns nicht und wills nicht von Lyria Davis!

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Verstand und Kürzungen

Zweimal habe ich meinen Einsatz für die sonntägliche Lyrik erst verpasst, 64 Einträge hat diese Kategorie gesammelt und (zumindest mich) einmal wöchentlich in Berührung mit schönen, großen und erschütternden Gedichten gebracht. Trotzdem fällt es mir manchmal nicht leicht Neues für jeden Sonntag zu finden, Copyright-Probleme mit lebenden oder erst kürzlich (vor weniger als 70 Jahren) verstorbenen Autoren grenzen die Auswahl zudem etwas ein. Daher wird es die Lyrik Abteilung ab sofort nur noch in veränderter Form geben: Nicht der Ablauf einer Zeitspanne, sondern meine persönliche Begeisterung für ein Gedicht soll der Grund für dessen Veröffentlichung hier sein.

Besonderes Schmankerl anlässlich dieser Änderung und auch (mit) Anstoß hierfür ist meine kürzliche Lektüre der Gedichte Helmut Kraussers Verstand & Kürzungen, aus denen ich mit freundlicher Genehmigung des DuMont Verlages einzelne Gedichte an dieser Stelle veröffentlichen darf.

Verstand & Kürzungen ist als Lyrik Band derart ausgewogen und gelungen, dass ich ihn schon mehrmals von vorne nach hinten durchgearbeitet oder spontan aufgeschlagen habe. Das Buch versammelt zwei grandiose Tiergedichte in einer U-12-Abteilung, neue und “Bonus”-Gedichte Kraussers, hat eine eigene Ü-18-Abteilung mit Schmuddel, Coverversionen bekannter Gedichte und Neuübersetzungen Kraussers von den seiner Meinung nach 33 besten Shakespeare Sonetten.

Der Ü-18-Abteilung ist eine Warnung vorangestellt – Die folgenden Gedichte können Gefühle nicht nur verletzen, sondern auch verursachen. – und dies sagt fast alles was man über Kraussers Lyrik wissen muss. Sie kratzt und beißt, ist unbequem und schamerfüllend, abstoßend und anziehend zugleich, keines dieser Gedichte, und das gilt für den gesamten Band, wird man gleichgültig konsumieren. Wer hier nicht voll Verzücken oder Abscheu zu schreien beginnt, hat keine Gefühle, die man verletzen könnte, welche hervorzurufen scheint ebenso unmöglich.

Grandios ist schon der Krausser, welcher durch seine Lyrik spricht, in den Erläuterungen seiner Cover-Versionen oder in der Vorbemerkung der Sonette richtet er sich direkt an den Leser und entstaubt erfrischend Klassiker, entfernt was nicht wert ist bewahrt zu werden und stellt heraus was grandios dem Dichtergenie gelang. Mit Respekt, aber nicht ohne fundierte (beißende) Kritik, wird ein jeder behandelt, auch Shakespeare oder was der Leser heute aus ihm macht.

Diese Sonette erschienen zuvor im Berliner
Hochroth-Verlag in drei schmalen Bändchen,
die weiterhin dort bestellt werden können –
es ist eine der schönsten Editionsformen,
die ich kenne. Warum ich nur 33 der 154
Sonette übersetzt habe? Ich habe alle übersetzt,
die ich gut fand. Mehr fand ich eben nicht.
Proportional ähnlich geht es mir mit seinen
Stücken, und die christushafte, völlig unkritische
Verehrung, die ihm in letzter Zeit wieder
zuteil wird, geht mir ziemlich auf den Zeiger.
Mehr noch nerven aber die vielen Plapperer,
die von nichts ‘ne Ahnung haben, kaum Englisch
können, schon gar kein elisabethanisches
Englisch, aber als allererstes (und immer so
gönnerhaft und kennerisch) fallenlassen,
daß an die Originale halt doch nichts rankäme.

Allein die Idee die Vorbemerkungen wie die folgenden Sonette zu setzen ist zwar nur eine kleine Idee, aber bereits ein deutliches Zeichen für die Lust, mit der Krausser an und mit Texten spielt. Welche noch deutlicher wird, wenn er sich den Cover-Versionen widmet, in diesen geht es nicht, wenigstens in den meisten Fällen, um Verbesserungen. Krausser interessiert sich “schlicht”, was er aus diesem oder jenem Einfall gemacht hätte – hätte er ihn gehabt. Seine Auswahl reicht von Ovid, Rilke, Brecht und Hölderlin, über William Blake, Goethe und Benn, zu Heine und Nietzsche. Vor allem aus diesen Cover-Versionen werden in nächster Zeit einige, mit der Gegenüberstellung des Originals, hier erscheinen. Ich freue mich sehr dies mit euch teilen zu können und kann jeden, aber auch jeden Lyrikmuffel, nur ermuntern dieses Buch zu kaufen, noch nie wurde man so einzigartig zur Liebe zu einer Gattung bekehrt.

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Titel sind eine Verlockung

Warum kaufst Du ein Buch? – Cover, Klappentext, Name des Autors oder wegen Titel und Gestaltung? Klar, mal bekommt man einen Tipp und sucht daher gezielt, der Lieblingsautor hat etwas neues veröffentlicht oder man sucht Band 637 der Reihe vom traurigen Marienkäfer, der aus Liebe zum Mond fliegen will. Manchmal stöbert man aber nur und lässt Titel und Cover auf sich einrieseln. Der Titel verrät einem manchmal in einem Satzfetzen, ob der Autor kreativ ist oder nur ein Wortspieler, plump oder ein Künstler, direkt oder verwinkelt. Schon “über den Titel wird das Buch vermarktet, gegoogelt, bestellt, gelistet, rezensiert und diskutiert”, schreiben die Herausgeber des im Piper Verlag erschienen Die Bibliothek der ungeschriebenen Bücher. Die Zusammenstellung von Annette Pehnt, Friedemann Holder und Michael Staiger, lässt in die Werkstatt von Autoren wie Marcel Beyer, Friedrich Christian Delius, Ulrike Draesner, Lutz Seiler, Terézia Mora oder Tilman Rammstedt blicken. Mit kurzen Texten stellen sie ihre Bücher vor, zu denen sie zwar den Titel nicht aber die Geschichte fanden, der Titel später geändert wurde oder das Buch noch ungeschrieben in ihnen schlummert.

Nun blättert man also durch diese Sammlung und bedauert all die fehlenden Büchern zu den teils grandiosen Titeln (natürlich sind manche auch so schwach, dass man nicht bedauern muss). Etwas fies, denn man wird immer nur angefixt – ähnlich Calvinos Wenn ein Reisender in einer Winternacht. Viel größer dann aber die Freude über die Idee die Umsetzung der Titel durch Grafiker und Designer der Hochschule für Gestaltung in Karlsruhe und des Fachbereichs für Gestaltung der FH Bielefeld gestalten zu lassen (hierzu gilt natürlich ähnliches wie für die Titel). Und so streift man durch diese Bibliothek und grübelt, ob das spontane Entdecken von Cover und Titel einen Kaufanreiz gesetzt hätte. Ganz klares Ja z.B. bei: Ich habe keine Leidenschaften von Georg Klein oder Hinweise für den, der nicht weiß, wer er ist von Markus Orths oder Wie ich die Eltern verschlang von Nora Gomringer. Beim Blättern fällt mir auf, dass ein guter Titel mich zwar neugierig machen kann, ein schlechtes Cover aber genauso schnell abschrecken, die drei genannten stechen für mich in der Kombination besonders hervor, aber es gibt noch so viele andere. Bitte kommen Sie also in die Bibliothek der ungeschriebenen Bücher und schauen Sie, nur leider kann man am Ende des Rundgangs nichts kaufen, diese Präsenzbibliothek erlaubt nicht mal die Bücher zu öffnen.

Durchaus auch erwähnenswert: Rote Fadenheftung und Lesebändchen, sind keine Selbstverständlichkeit, das Papier in der Haptik nicht das Schönste, wohl aber dem Farbdruck geschuldet – Farbdruck!

Die Bibliothek der ungeschriebenen Bücher: Für alle, die gerne Bücher auf den ersten Blick kaufen, sich von Titeln catchen lassen oder in Cover verlieben, kauft dieses Buch, ihr werdet sicher enttäuscht werden – denn nach nur einer Seite ist Schluss – und trotzdem zufrieden lächeln.

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Wie liest Du, Alex

In „Wie liest Du?“ stellen in regelmäßig unregelmäßigen Abständen Kritiker, Autoren und Verlagsmitarbeiter, Blogger, Vielleser und Buchhändler ihre Art des Lesens vor. Hier geht es nicht um einzelne Inhalte, sondern vielmehr um die Technik sich ein Buch zu erarbeiten – den Akt des Lesens von außen betrachtet. Heute mit Alex Schau von Neue Wörtlichkeit.

1. Überspringst Du einzelne Stellen – gar Kapitel – oder liest Du ein Buch, wenn dann komplett?

Ich lese prinzipiell jede Seite, jeden Absatz, jedes Wort. Einzig beim „Herrn der Ringe“ habe ich teilweise bündelweise vorgeblättert. Ich bin kein Freund von ausufernden Landschaftsbeschreibungen 😉

2. Schummelst Du und springst vor, um das Ende schneller zu erfahren?

Nein.

3. Nutzt Du Lesezeichen (immer dasselbe/andere?) oder legst Du ein Buch offen auf die Nase?

Ich lese eigentlich seit geraumer Zeit fast nur noch eBooks. Das Praktische daran ist, dass ich genau dort weiterlesen kann, wo ich aufgehört habe. In diesem Sinne: Ja zu (digitalen) Lesezeichen!

4. Liest Du Taschenbücher einseitig, wie ein Magazin, indem Du das Cover komplett umklappst?

Die armen Bücher …

5. Liest Du lieber kurze oder lange Kapitel?

Das kann ich so pauschal nicht sagen. Wenn das Buch gut ist, gern lange Kapitel. Bei schlechten Büchern sind oft schon kurze Kapitel zu lang.

6. Markierst Du? Mit Bleistift, Marker, Klebezettel, einfach die entsprechende Seite umknicken oder schreibst du lieber Stellen raus?

Ich nutze eine App (Readmore), in der ich mir erinnernswerte Stellen markiere und/oder herauskopiere. Zum einen hilft mir das als Gedankenstütze für Rezensionen, zum anderen ist es ein tolles Gefühl, immer mal wieder bereits gelesene Bücher hervorzuholen und zu schauen, welche Textstellen mir damals während des Lesens so wichtig waren, dass ich sie aufgeschrieben habe.

7. Schaust Du ältere Lektüre nochmal nach markierten Stellen durch?

Siehe vorherige Antwort.

8. Welches ist das (nichtwissenschaftliche) Buch, in dem Du am meisten markiert hast?

Saša Stanišićs Roman „Vor dem Fest“. Dieses Buch ist eine Fundgrube an sprachlicher Schönheit. Eigentlich könnte man es Wort für Wort abschreiben, weil jeder Satz für sich ein Kunstwerk ist.

9. Deine liebste markierte Stelle:

Viel Zeit ist seitdem vergangen. Den Pestteufel gibt es nicht mehr. Alle dreizehn Jahre aber, an einem Abend im Herbst, schweigen die Frösche und schweigt der Wind und schweigt das Wasser und hört man ein Keuchen und das Geräusch schwerer Ruderschläge und eine heisere Stimme, die ruft: »Sag, alter Mann, fällt dir das Rudern schwer?«.

10. Benutzt Du einen eReader? Als Ergänzung zum Gedruckten – ausschließlich – gar nicht?

Ich liebe eBooks, und ich würde meinen eBook-Reader um nichts in der Welt mehr hergeben. Schade ist nur, dass viele ältere Titel nicht in digitaler Version zu bekommen sind. Ich greife natürlich auch immer wieder gern zu einem gedruckten Buch, aber ich gebe es gern zu: Ich liebe Technik, und die Symbiose aus Literatur und einem Display ist für mich das Höchste der Gefühle.

logoAlex Schau glaubt an die Macht der Literatur und gute Bücher. Die „Neue Woertlichkeit“ hat sich voll und ganz der schönsten Hauptsache der Welt verschrieben: Dem Lesen.

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Wie liest Du, Uwe?

In „Wie liest Du?“ stellen in regelmäßig unregelmäßigen Abständen Kritiker, Autoren und Verlagsmitarbeiter, Blogger, Vielleser und Buchhändler ihre Art des Lesens vor. Hier geht es nicht um einzelne Inhalte, sondern vielmehr um die Technik sich ein Buch zu erarbeiten – den Akt des Lesens von außen betrachtet. Heute mit Uwe Kalkowski von Kaffeehaussitzer.

1. Überspringst Du einzelne Stellen – gar Kapitel – oder liest Du ein Buch, wenn dann komplett?

Ich lese ein Buch immer komplett – oder breche es ab, wenn es mir gar nicht gefallen sollte. Jedes Buch hat seine Zeit und manchmal passt es einfach nicht zur momentanen Stimmung oder irgendetwas anderes ist nicht so, wie es sein sollte. Dann kommt es zurück ins Regal. Ich habe einige Bücher, die mir erst beim zweiten oder dritten Versuch gefallen haben. Eine wichtige Voraussetzung dafür ist natürlich, dass man immer gut mit ungelesenen Büchern bevorratet ist – aber das sollte einen Buchmenschen ja nicht vor ein Problem stellen. Wenn mir übrigens ein Buch ganz und gar nicht gefällt, dann habe ich auch keine Skrupel, es einfach wegzuschmeißen. Das kann durchaus eine befreiende Erfahrung sein.

2. Schummelst Du und springst vor, um das Ende schneller zu erfahren?

Nie! Es ist mir schon passiert, dass ich auf die letzte Seite geschaut habe, um zu sehen, wie viele Seiten das Buch hat und mir dabei eine Formulierung ins Auge gesprungen ist, durch die man die Auflösung der Geschichte erahnen konnte – das hat mir das gesamte Lesevergnügen verdorben.

3. Nutzt Du Lesezeichen (immer dasselbe/andere?) oder legst Du ein Buch offen auf die Nase?

Aufklappt mit dem Buchrücken nach oben lege ich ein Buch nie hin! Es tut mir schon fast körperlich weh, wenn ich sehe, dass es so behandelt wird. Wenn ich ein Buch gelesen habe, könnte man es danach als neuwertig verkaufen – wobei ich nicht extra darauf achte, Bücher besonders pfleglich zu behandeln, das geschieht völlig unbewußt. Es ist einfach so. Nur eine Marotte habe ich tatsächlich: Es stört mich ungemein, wenn gebundene Bücher nach dem Lesen „schief“ gelesen sind. Also falte ich die Seiten wieder zurück, damit der Buchblock wieder gerade steht. Meine Freunde halten das für ein wenig wunderlich, aber damit kann ich leben. Und als Lesezeichen nehme ich immer das, was mir gerade in die Hände kommt, von Fahrkarten über Einkaufszettel bis zu (unbenutzten) Papiertaschentüchern. Da findet man manchmal auch nette Urlaubserinnerungen wieder.

4. Liest Du Taschenbücher einseitig, wie ein Magazin, indem Du das Cover komplett umklappst?

Aua.

5. Liest Du lieber kurze oder lange Kapitel?

Das ist mir vollig egal, jedes Buch ist anders. Manche Autoren wie z.B. Don Winslow arbeiten mit Kapiteln, die manchmal nur aus zwei Wörtern bestehen, andere Autoren packen epische Textlängen in die einzelnen Kapitel – wenn mich ein Buch fesselt, achte ich nicht auf den Kapitelaufbau.

6. Markierst Du? Mit Bleistift, Marker, Klebezettel, einfach die entsprechende Seite umknicken oder schreibst du lieber Stellen raus?

Beim Lesen habe ich immer einen Bleistift griffbereit und markiere Stellen: Wenn mir ein Satz besonders gut gefällt, wenn mich eine Stelle in diesem Moment besonders bewegt, bei Sachbüchern zentrale Aussagen zum Thema.

7. Schaust Du ältere Lektüre nochmal nach markierten Stellen durch?

Das mache ich sehr oft. Es ist manchmal wie eine kleine Zeitreise in die eigene Vergangenheit, wenn man liest, was man zehn Jahr zuvor als wichtig erachtet hat. Ich kann mich dann oftmals an die Situation erinnern, in der ich das Buch gelesen habe und was mir der Text in diesem Moment bedeutete.

8. Welches ist das (nichtwissenschaftliche) Buch, in dem Du am meisten markiert hast?

„Die Schlafwandler“ von Christopher Clark. Oder ist das jetzt ein zu wissenschaftlicher Titel? Ich finde nicht, es läuft eher unter populäres Sachbuch. Um es nach der Lektüre in meinem Blog zu besprechen, habe ich mir eine Menge Notizen gemacht und Stellen markiert. Das Thema des Buches ist so komplex, dass ich ohne diese Markierungen Mühe gehabt hätte, die 720 Seiten über politische Verstrickungen in einem Blogbeitrag mit knapp 1.200 Wörtern zusammenzufassen und zu bewerten. Ein Bild davon liefere ich mit und wer wissen möchte, was dabei herausgekommen ist, bitte hier entlang.

9. Deine liebste markierte Stelle:

Die gibt es, eigentlich sind es zwei und ich kann mich nicht entscheiden, welche mir mehr bedeutet. Zu diesem Thema gibt es in meinem Blog eine eigene Rubrik, sie heißt „Textbausteine“. Die Textstellen, die ich meine, sind von Oscar Wilde und von Franz Kafka. In „Das Bildnis des Dorian Gray“ habe ich einen der wunderbarsten Sätze gefunden, den ich kenne. Und in Kafkas Erzählung „Die Fürsprecher“ gibt es eine Stelle, die mich das positive Denken schlechthin gelehrt hat. Ja, wirklich von Franz Kafka.

10. Benutzt Du einen eReader? Als Ergänzung zum Gedruckten – ausschließlich – gar nicht?

Ich lese und arbeite den ganzen Tag mit Texten am Bildschirm. Ich liebe die Möglichkeiten der digitalen Kommunikation und des Sozialen Netzes. Und ebenso liebe ich gedruckte Bücher. E-Books machen mir keinen Spaß, aber ich finde es praktisch, mir eine Leseprobe aufs Smartphone oder iPad herunterzuladen, um einen Eindruck von einem Buch zu bekommen, bevor ich es mir in einer Buchhandlung kaufe. Und zwar ausschließlich dort. Aber das ist noch einmal eine ganz andere Geschichte.

Uwe Kalkowski bloggt auf Kaffeehaussitzer über Bücher, Photos und Texte.

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54books feat. ocelot

Dieser Text sollte bereits vor fast einem Monat online gehen und bekommt nun eine ganz neue Aktualität. Die situativen Änderungen sind farblich vom Ursprungstext abgesetzt.

Der stationäre Buchhandel ist dem Tod geweiht! Und während 2012 die ganze Branche dem sicheren Untergang entgegenzittert, eröffnet Frithjof Klepp frech in Berlin-Mitte einen neuen Buchladen und startet damit eine Erfolgsgeschichte in der totgesagten Welt: Im Laden Bücher kaufen ist wieder cool! Und nun steht diese Erfolgsgeschichte vor dem Aus, denn ocelot musste Insolvenz anmelden.

Im Eingangsbereich des Geschäfts in der Brunnenstraße 181 wird man von einem großzügigen Tresen und Tischen empfangen, dunkles Holz harmoniert mit der rohen Decke und einfache Spots beleuchten die hohen Regale. Schnell wird dem Besucher klar, dass er nicht in einer normalen Buchhandlung steht, not just another bookstore.

ocelot ist nicht der schusselige Zausel um die Ecke, bei ocelot wird nicht mal reingehuscht, um ein Buch zu kaufen, du sollst hier verweilen, setz dich in den gemütlichen Sessel, schnack mit den Angestellten über Lieblingsbücher oder lies bei einem Kaffee in alle potenziellen Neuerwerbungen rein. Das große Plus ist nicht nur die Optik des Laden, die den Berliner Hipster einlädt, sondern die gekonnte Auswahl aus aktuellen Must Haves und Empfehlungen vom Profi, Perlen, die man sonst nur schwer fände, findest du in der Perle in Mitte – aber, klar Club Mate haben sie auch.

Weil Mitte aber zu klein für alle ist, gibt es ocelot auch im Internet und setzt den Branchenriesen genau das entgegen, was bei ihnen fehlt: Beratung, Menschen kein Algorithmus, einen Blog und die Vernetzung mit Portalen wie We Read Indie und trotzdem versandkostenfreie Bestellung von allen Büchern, 2,4 Millionen Titel zur Auswahl, eBooks, Filme und Hörbücher.

Bundesweit und über Branchengrenzen hinweg wurde dieses ocelot-Konzept bejubelt. Endlich wurde etwas Neues gewagt, endlich gab es dort jemanden, der sich gegen das Sterben stemmte, nicht nur in den Chor des Jammerns mit einstimmte, jemanden der mit neuen Ideen anpackte und das Alte bewahren, aber modifizierend verbessern wollte. Nur eine Stunde nachdem die Insolvenz bekannt wurde, gab es nach den ersten Beileidsbekundungen, auch die ersten Aufrufe, denn wer ocelot retten will, kann dies ganz einfach tun: weiter dort einkaufen, denn das operative Geschäft geht weiter (auch wenn der Online-Shop momentan noch offline ist). Und dafür, dass ocelot die Insolvenz übersteht sprechen auch gute Gründe: das Weihnachtsgeschäft steht vor der Tür, die Fusion von Off- und Online-Buchladen hat auf dem hart umkämpften Markt in Berlin-Mitte gezeigt, dass sie funktioniert und angenommen wird, es wurde in den letzten zwei Jahren eine große deutschlandweite Marke und Reichweite aufgebaut, die weiterhin ziehen wird.

Damit ocelot und damit ein Vorzeigeprojekt nicht stirbt, ist es an uns, dem Markt eine der wenigen Perlen zu bewahren, die Innovation zu erlauben und den Online-Riesen etwas entgegen zu setzen. Geht dieser Laden pleite, wäre das ein katastrophaler Fingerzeig für die ganze Branche. Ave Amazon, morituri te salutant.

Die Berliner mögen bitte weiter bei ocelot einkaufen, die zu erwartenden Rettungsaktionen besuchen (Karen Köhler hat beispielsweise direkt eine Gratislesung im Dezember anberaumt) oder, sobald er wieder zur Verfügung steht, im Online-Shop einzukaufen, wenn ihr mögt auch gerne über mich, denn:

… weil die Coolen der Welt zusammenhalten müssen, gibt es ab sofort:

54books feat. ocelot,

Will heißen: unter jeder neuen Rezension (und irgendwann auch unter den meisten alten), findet ihr ab sofort einen Kasten mit Informationen zum besprochenen Buch, darin enthalten ein Link auf den ihr klicken könnt und der euch direkt in den ocelot-Shop bringt, wo ihr das Buch bestellen könnt, woraufhin ein fröhlicher, wahrscheinlich nicht fürstlich aber anständig bezahlter, Mensch es in eine Kiste packt und diese portofrei bei euch zu Hause landet.

Vorteil für euch: kein Verlust an Karmapunkten trotz Onlinebestellerei.
Vorteil für ocelot: ein neuer Kunde, den sie von ihrem tollen Service überzeugen können.
Vorteil für mich: von jedem über einen solchen Klick verkauften Buch erhalte ich 5 % des Netto-Gewinns. Wer jetzt mal flux durchrechnet wie viel 5 % des Netto-Gewinns bei einem 9,95 € Taschenbuch sind, dem möge genauso schnell der Unkenruf nach meiner Käuflichkeit im Halse stecken bleiben, denn hierbei handelt es sich tatsächlich um einen feuchten Furz auf meinem Girokonto. Ich nehme stattdessen an diesem Programm teil, weil ich von dem Konzept des Ladens überzeugt bin und mich daran freue, dass engagierte Menschen endlich zeigen wie man Bücher heute verkaufen kann – komfortabel, aber mit persönlichem Einschlag und Lust am Produkt, nicht am Profit – davon möchte ich ein Teil sein. Und so sollen auch weiterhin meine Besprechungen sein, engagiert, mit persönlichem Einschlag und hoffentlich Mehrwert für die Leser.

Seid ihr also in Berlin besucht ocelot, seid ihr im Internet besucht 54books und bestellt bei ocelot – nur so können wir die Welt retten!

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Die Meldung zur Insolvenz.

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Die liebsten Liebesgeschichten

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“Sorry, ich lese keine Liebesromane, und ich kenne auch keine außer dem Werther.“ So hätte meine unbedachte Antwort auf Frank Duwalds Frage lauten können, als er mich bat, bei seiner Reihe Die liebsten Liebesgeschichten mitzumachen. Wohlüberlegt, wie meist, habe ich mir aber keine Gedanken gemacht und zugesagt, über Werther kann man ja immer mal zwei, drei Zeilen schreiben. Nun schlich ich an meinen Regalen vorbei und belud mir die Arme mit zu erwähnenden Büchern: alles Liebesgeschichten.

Aber was ist schon eine Liebesgeschichte? Geht es nicht sowieso in jeder Form von Literatur immer nur um Liebe: Liebe zwischen Graf und Gräfin, Graf und Bauernmädchen, Eheleuten, Dahergelaufenen, Vampiren und Mondscheinmädchen, Monstern und Burgfräulein usw. usf. Die Bücher, welche ich mir auf den Arm lud, könnten unterschiedlicher nicht sein, und da sie bereits zweistellig sind, nur wenige Worte zu jedem.

Lehrjahre des Gefühls – Gustave Flaubert
In Flauberts L’Éducation sentimentale (Übersetzungen u.a. auch als Die Schule der Empfindsamkeit, Die Erziehung des Herzens, Die Erziehung des Gefühls) verliebt sich Frédéric Moreau in eine verheiratete Frau. Aufgrund dieser unerfüllt bleibenden Liebe verliert sich Moreau in Affären und versucht sich als Weltmann, um am Ende in Liebe und Leben zu scheitern.

Die Wahlverwandtschaften – Johann Wolfgang von Goethe
Ein überaus unterhaltsamer Roman aus der Feder des Dichterfürsten. Zwei Paare verlieben sich “über Kreuz“ und sind hin- und hergerissen zwischen Leidenschaft und Pflichtgefühl. Der Versuch, der Liebe zu entsagen, misslingt, und tragische Ereignisse nehmen ihren Lauf.

Oblomow – Iwan Gontscharow
Ilja Iljitsch Oblomow ist ein russischer Adliger, der, auf seinen Reichtum gebettet, die eigene Faulheit zur Lebensmaxime kultiviert hat. Die Überwindung der Lethargie bahnt sich an, als Oblomow sich in Olga verliebt. Doch die Trägheit ist stärker als die aufkeimende Liebe.

Tante Julia und der Kunstschreiber – Mario Vargas Llosa
Ein inzestuöses Verhältnis des Neffen zu seiner (nur) vierzehn Jahre älteren Tante im Lima der 50er, eine Militärdiktatur und der ewige Kampf von Autoren um Anerkennung, zwischen dem eigenen Anspruch, Unterhaltung und der Notwendigkeit des Geldverdienens. Große, nobelpreisgekrönte Unterhaltung aus Südamerika – Anspruch und Unterhaltung in symbiotischer Liebe.

High Fidelity – Nick Hornby
Rob wird von seiner Freundin verlassen und nimmt dies zum Anlass, über die verflossenen Lieben seines Lebens zu sinnieren, sortiert in einer Top 5. Nick Hornby lässt den Trennungsschmerz mit Popmusik verschmelzen, ein Genuss für alle, die schon mal versucht haben, im Plattenladen um die Ecke ihre Sorgen abzugeben.

Die Nacht von Lissabon – Erich Maria Remarque
Eine große Liebe in den Wirren des Zweiten Weltkriegs, ein Buch über Verlust, Treue und die Kraft zweier Menschen, sich trotz des ihnen widerfahrenden Unrechts einander zu begleiten. Wen dieses Buch nicht berührt, der hat kein Herz.

Ansichten eines Clowns – Heinrich Böll
Eines meiner ersten Lieblingsbücher, welches ich trotz aller Leidenschaft immer nur schlecht an andere vermitteln kann (entweder die Leute mögen keine Clowns oder sie mögen Böll nicht, meist sogar beides). Hans Schniers Leben und Karriere als Komiker zerbricht, nachdem ihn seine Freundin Marie nach einer Diskussion über die religiösen Voraussetzungen einer möglichen Ehe verlassen hat. Verlogene Moral in Nachkriegsdeutschland zwischen nationalsozialistischen und katholischen Werten.

Brand’s Haide – Arno Schmidt
Ein Kurzroman zum Herantasten an das Werk Schmidts. Der Kriegsheimkehrer Schmidt freundet sich mit zwei Flüchtlingsfrauen an und verliebt sich in eine. Im Deutschland 1946 stehen diese zarten Bande aber vor erheblichen materiellen Schwierigkeiten.

Mitten ins Gesicht – Kluun
Stijn begleitet seine krebskranke Frau beim Sterben. Selten so viel geweint und einer der Gründe, warum ich keine Krebsbücher mehr lese.

Eine blaßblaue Frauenschrift – Franz Werfel
Leonidas ist ein höchst erfolgreicher, weil aalglatter, Beamter im Wien der 30er Jahre. Sein Leben und seine Karriere geraten ins Wanken, als eine verflossene Jugendliebe mit der Bitte an ihn herantritt, sich für ihren Sohn einzusetzen. Nachgerechnet vermutet er, dass es sich um den gemeinsamen handelt und er denkt darüber nach, sein Leben zu ändern. Aber …

Die Leiden des jungen Werther – Johann Wolfgang von Goethe
Mein absolutes Liebeshighlight. Man hasst oder liebt den empfindsamen Werther in seiner Liebe zu Lotte, hält ihn für ein Weichei oder den Helden seiner Leidenschaft. Gleich, wie man sich entscheidet, dieses Buch muss man gelesen haben!

Ach, um das jetzt klarzustellen: ich lese keine Liebesromane!

Dieser Beitrag erschien zuerst auf Dandelion von Frank Duwald.

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When I am dead, my dearest

When I am dead, my dearest,
Sing no sad songs for me;
Plant thou no roses at my head,
Nor shady cypress tree:
Be the green grass above me
With showers and dewdrops wet;
And if thou wilt, remember,
And if thou wilt, forget.

I shall not see the shadows,
I shall not feel the rain;
I shall not hear the nightingale
Sing on, as if in pain:
And dreaming through the twilight
That doth not rise nor set,
Haply I may remember,
And haply may forget.

Christina Georgina Rossetti

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